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öir iilfrflr b r tt t f H| r
dßrontß von (fofrnar
Ijeranägegeben uon
21 u u ft 23 c r n o m II i.
LA PLUS ANCIENNE
CHRONIQUE ALLEMANDE
DE COLMAR
PUBLICE PAR
AUGUSTE BERNOULLI
(£olmat.
Erlief imb Vertag oon 59. $uno & (Sic.
1888
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$ie ältefte
kutfdje Chronik oon Colmar.
La plus ancienne
CHRONIQUE DE COLMAR
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Sit iütflt irntfdit
§l)rontft von goftuar
(jerauSgegcben oon
81 u g u ft öentoulli.
LA PLUS ANCIENNE
CHRONIQUE ALLEMANDE
DE COLMAR
PUBLIÜE PAR
AUGUSTE BERNOULLI
<£olma*.
£>ntcf uitb 33ev(aß oon 23. 5 11 11 fl &
1888
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SBortoort.
AVANT-PROPOS
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s ^oritiort.
$anbfd>rtfte
2 )iit fWed)t rühmt ftd) (£olmar jener Slnnalen unb jener
(Sljronif, nietete beibe, gegen Qhtbe beg XIII. 3abrbnnbertg,
in ben dauern beg 2 )ominifanerflofterg oerfaßt ttmrben.
3)odj neben biejen lateinifcben ©djriften, meldje für bie
fdjidjte beg (Slfaffeg 311 ben midjtigften Ouetten gehören, befaß
bie ©tobt fdjon im beginn beg XV. ;gal)rl)unbert 8 aud) eine
beutfdje (Sljronif. SBäbrenb langer 3 e i* nur oon Wenigen
beamtet, mürbe fte 1874 Ijerauggegeben üon 3 . ©ee in ©töber’g
Alsatial), auf (Srunb einer um 1455 gefertigten $anbfd)rift
beg ®lofterg 9fturbacb, meldje jefct in ber ©tabtbibltotbef ju
ßolrnar 2 ) fid) befinbet. ^Beinahe gleichzeitig veröffentlichte
3. SHatbgcbcr in ben „3rorfd)ungen gur beutfdjen ®efd)icbte" 3)
aug berfelben (£bronif einen Sfagzug, ben ein (£olmarer ©iirger,
ßonrab ©djeerer, gegen @nbe beg XVI. 3ab*bnnbertg ge=
fdjrieben batte. Sßäbrenb nun bie äfturbacber ^anbfdjrift mit
bem 3abre 1400 fdjließt, reicht bie (Ebronif in ©djeererg
Slugjug big 1454, unb biefe gortfefcung fannte febon oor ihm
äftaternug SBerler, ber (Ebvonift oon S^ufach, ber aug ibr oieleg
in fein eigeneg Serf anfnabm4).
Slber auch außerhalb ber ©rennen beg (Slfaffeg mar biefe
beutfdje (Solmarcr (£b*onif Won früher befannt ; fo mürbe fte
1) Alsatia 1874, p. 221 ff.
2) Manuscrits allemands, fonds de Marbach, n° 45. — Bon berfelben -
$anb wie bie (Sljronif finben fid) in biefer $anbfctyrift nocty einige Briefe hon 1453.
Stuf biefe aber folgen nod) weitere Briefe, »on 1456 unb 1457, welche fc^on Oon
anbercr $anb getrieben finb.
3) gorfd^ungen jur bcutföen @ef$t<$te, XV, p. 460 ff.
4) Bgl. Bcrler« (Sfyronif im Code historique et diplomatique de la ville de
Strasbourg, II, p. 46—67, mit ftorföungen jut beutfetyen @efc$id)te, XV.
p. 465-468.
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4UL»< -41
8
Li
PD
<Jol
C&7AZ
A V ANT-PROPOS
C’est dans le couvent des Dominicains de Colmar que
furent compos6es, vcrs la fin du treizi6me si6cle, ces
annales et cetle chronique si c6I6bres, sources inappre-
ciables pour l’histoire de l’Alsace. Mais oulre ces ecrits
eu latin, qui lui font tant honneur, Colmar poss6dait,
d6s le quinzi6me si6cle, une chronique en langue vul-
gaire. Ce document, autrefois connu seulement d un
petit nombre d’6rudits, a 616 publi6, en 1874, par M. J.
S6e, dans VAlsatia de M. A. Stoeber 1), d'aprfcs un ma-
nuscrit de l’abbaye de Murbach, 6crit vers 1455, et
conserv6 actuellement ä la biblioth6que de Colmar 2).
Cette premi6re 6dition venait ä peine de paraitre,
lorsque M. J. Rathgeber 3) publia un extrait qu’avait
tir6 de cetle chronique, vers la fin du seizi6me si6cle,
un bourgeois de Colmar, nomm6 Conrad Scheerer. Tandis
que le texte du manuscrit de Murbach s’arrßte en 1400,
l’extrait de Scheerer, au contraire, continue jusqu’en 1454.
Si nous rapprochons cet extrait de la chronique de Ma-
terne Berler, l’historien de Rouffach, il ne reste aucun
doute que lui aussi, un demi-si6cle avant Scheerer, avait
eu connaissance de cette continuation, et qu’il en avait
^ copie litteralement, jusqu’en 1454, un bon nombre de
passages 4).
La chronique de Colmar s’6tait d’ailleurs fait connaltre
1 de bonne heure au delä des fronti6res de TAlsace.
1) Jlsatia 1874, p. 221 ss.
2) Manoscrits allcmands, fonds de Murbach n° 45. — Ce manuscrits con-
tient cncore les copies de quelques lettres de 1458, ecrites de la memo main
que la chronique. Ces pifcces y sont suivies d’autres lettres, de 1456 et 1457,
ecrites d’une main post^rieure.
3) Forschungen zur deutschen Geschichte, XV, p. 460 ss.
4) Conlparez la chronique de Berler, dans le Code historique de la ville
de Strasbourg , II, p. 46-47, avec les Forschungen zur deutschen Geschichte ,
XV, p. 465-468.
2
4
t
579a‘*4
Manuscrits.
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— VIII -
53. benüfct Don bem Silenter ^etermann (Stterlin, beffen
„®ronifa üon bcr löblichen eibgnofdjaft" 1507 gu 53afel
gebrudt mürbe 1). (Sbenbort fertigte -fdjoit um 1460 ber Don
(Sofntar gebürtige ftapfan Gsrharb Dort 2fybenmifer 2) au£
unferer (Shronif einen Slug^ug, ber ftd) noch Je^t in S3afel
in ber Uniüerfttätgbibüothef befinbet 3). (£inen anberen Slug*
jug, bod) erft um 1550 gefdjrieben, enthält eine ^anbfdjrift
öon ®önigghofeng ©tragburger (Sljromt, metche urfprüng(id)
ber Laster gamilie bon Dffenburg gehörte, aber feiger nadf)
Augsburg in bie bortige ©tabtbibftotljef gelangt ift 4). 5$er*
hättnigmägig am üoßftänbigften aber finbet flc^ bie gan^c
(Sofatarer (Shvonif in einer etfäffer ^anbfdjrift, meßhe fd)on
im XV. Qa^rbunbert burd) ben Nürnberger Heinrich 2)eid)gter
nach Nürnberg gelangte, mo fte je^t im $g(. ®rcigard)it»
aufbemahrt mirbö). 3n biefer Nürnberger $anbfchrift, auf
metdje ber feitfjer oerftorbene ^rofeffor £h* &on ®ent f^ on
1872 aufmerffant machte 6), reicht bie Sb^nif big junt 3afjre
1426, unb menn mir mit ibr bie fdjon ermähnten Sluggügc
bei ©d)eerer unb 53erfer Dergleichen, fo lägt fi<h, menigfteng
big gum 3abre 1422, bie mörtUd)e UebcreinfHmmung nicht
üerfenncn. ©g ift babcr faitm git bejmeifetn, bag mir in biefer
§anbfcgrift ben Xej:t einer ftortfefcung b^en, bie ung bei
(Scbeerer unb Werter nur im Slit^ug erhalten ift. giir bie
meitere gortfcfcung jebod), big gitrn 3fabre 1454, bleiben mir
nach mie bor auf bie fdjon ermähnten SCug^üge angemiefen.
$n aßen biefen $anbfchriften ift ber $c£t ber Cfgronif mehr
ober meniger entfleßt burch aßertei ftnnftörenbc (Schreibfehler
unb Süden, meldje oft erg beim Vergleich bcr berfdjicbenen
§anbfchriften beutficb $u Xagc treten. 3)a nun $. <§ee bei
feiner Sluggabe einzig auf bie ÜNurbadjer §anbf<hrift ange*
1) ©. Sprengt 9tu$gabe biefer S^rontf, p. 98 u. 122, 3 . 3 . 1388 u. 1400.
2) S3ermutblicb mar er bermanbt mit bem ßolmarer ©tabtfebretber 9iiftau3
ton Äppenmiter. Ueber biefen f. £. Wo&mann , Memoire sur l’insurrection
de 1424, p. 4.
3) 3m Cod. E VI 26, aber jerftveut auf »erfetyiebenen SBlättem.
4) Cod. N. K. 169, 93t. 168—169 u. 175—177.
5) 0ic bitbet bort ben Anfang be3 ©ammelbanbcS 9ir. 90.
6 ) 0. Gbronifen bcr beutfeben 0täbte, X, p. 80 i. b. 2lnm. — Die. Slbljanblung,
melcbe b. Äem bort in SluSficbt ftettte, ift nie erfebienen.
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- IX —
Pierre Ellcrlin, de Lucerne, par exemple, en a fait usage
pour sa chronique de la Confederation suisse, irnprimee
ä Bäle cn 1507 1). Dans cette mäme ville, dejä vers 1460,
le chapelain Erhard d’Appenwiler, originaire de Col-
mar 2), a laissä de notre chronique un extrait, dont lc
manuscrit est conscrvä ä Bäle, ä la bibliothäque de l’uni-
vcrsile 3). Un autre extrait, äcrit vers 1530 par un membre
de la famille d’Offenbourg, de Bäle, se trouve actuelle-
nient ä la bibliothäque d’Augsbourg 4). Independammcnt
de ces cxlraits, le texte plus ou moins complet de la
chronique de Colmar se trouve dans un manuscrit du
quinziäme siäcle, d’origine alsacicnne, acquis jadis par
Henri Deichsler, bourgeois de Nuremberg, et qui sc trouve
aujourd’hui aux arcliivcs däpartementales de cette ville 5).
Dans ce manuscrit, dont Timportanco a ätc signaläc däjä
cn 1872 par feu M. Th. de Kern 6), la chronique ne s’ar-
röte qu’en 1426, et, si nous lui comparons les cxlrails
de Scheerer et de Berler, nous y retrouvons — du moins
jusqu’en 1422 — le texte plus ou moins complet de la
conlinuation dont Scheerer et Berler nous onl conserve
des fragments. Quanta la suite ultärieure, jusqu’en 1454,
ce n’est que par leurs oxtrails que nous la connaissons.
Dans tous ces inanuscrits, sans exception, lc lexle de
la chronique se trouve plus ou moins mulilä et altärä
par toules sorles d’erreurs et omissions, qui souvcnt ne
se revälcnl clairement que par la confrontation des dif-
färents textes entre eux. II n’y a donc rien d’etonnant si
1) V. les artielcs de 1388 et 1400, ]>. 98 et 122 de l’edition de 1752.
2) De la meine fainillc que Nicolas d’Appenwiler, greffler h Colmar en
142 4. Sur ce dernier, v. X. Mossmann, Memoire sur Vinsurreciion de 1424.
3) Cod. E, VI, 20.
4) Cod. NK, 169, fol 108-109 ct 175-177. — Dans cc manuscrit, aiusi que
chez Appenwiler, cot extrait fait suite ä la chronique de Kcenigshofen.
5) Yol. n« 90.
6) Chroniken der deutschen Stscdte, X, p. 80.
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— X —
wiefen war, fo famt es nicht befrentben, wenn manche tiefer
(Sntfteflungen im $ejrte ftehen blieben. @3 bebarf bal)er wohl
feiner weiteren Rechtfertigung f wenn wir hier eine neue,
möglid)ft genaue unb bollßänbige Ausgabe ber gangen (£l)ronif
gu liefern berfudjen. 2)a nun bie Nürnberger $anbfd)rift
nicht nur bie berhältnißmäßig bollftänbigße ift, fonbern auch
in ^inflcht ber ©brache unb Orthografie bem Urtexte jeben*
falls näher fleht als bie Nhirbadjifche, fo nehmen wir ihren
£ej:t als ©runbfage unb fließen bemgemäß mit 1426. 2>ie
weitere 3rortfe(ttmg ^«Qcgen, bis 1454, gieren wir nicht in
ben Bereich biefer Ausgabe, ba fte uns nur in ben SluSgügen
©djcererS unb SBerlerS erhalten iß, welche beibe fd)on längft
gebrueft ftnb.
C5ntftei>uitö*scit. 2)er SSerfaffer ber beutfdjen (Sofmarer (Sljvonif nennt ftcfy
ttirgenbs in feinem SÖerfe; bod) über baS 3fa^r, in welchem
er fchrieb, gibt er uns Sluffluß bei Slnlaß ber gwiefpältigen
^Pabfiwabl boit 1378, womit baS große ©d)i3ma begann,
welkes erft 1415 im (£onfianger Soncil fein (£nbe fanb. Öeiber
jieboch ftnbet fid) ber betreffenbe Slbfd^nitt gum Qahre 1378 mir
in ben gwei § an bf Triften bon Nturbad) unb Nürnberg, als
ben betben bollftäubigflen. 2)a nun ber £ejrt ber le^tern £anb*
fd^rift nod) über baS Sonftanger Soncil ^inabreic^t, fo famt
es nicht auffallen, wenn ber fragliche Slbfdjnitt guin 3al)re
1378 hier einfach mit ben SÖorten fdjlicßt: „unb wart bie
„miffeljellunge, unb weret nod) gotteS gebürt 1415
jor." $n ber SNurbadjer £anbfd)rift aber, wo ber Sejrt fdjon
mit 1400 abbricht, lautet bie betreffenbe ©teile furgweg: „unb
„wert bie miffehcltung noch, baS ift 1403 Jor" !)•
ÖefctereS ift alfo baS 3afyr, in welkem bie (S^ronif gefdjrieben
würbe, unb es ift fontit alles, was g. SB. in ber Nürnberger
§anbfd)rift über 1403 Ijinabreidjt, borweg nur als gortfefcung
beS urfprünglidjen XejrtcS gu betrachten.
3n$au ©chauen wir nun auf ben Inhalt, fo beginnt unfer ©ht’oniß
«nt Duetten, fein 2öerf mit einem Nucfblicf auf bie urälteflen 3 e i ten r
b. h- öuf bie ©runbuug bon Nom unb £rier, unb auf baS
geben ber (Srgbäter bon 2lbam bis auf Noah- 2Ba$ er hierüber
1) <5. Alsatia 1874, p. 234.
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— XI —
l’edition de M. S4e en a päli, vu qu'elle n’avait d’autre
base que le manuscrit de Murbach. C’est pourquoi nous
ne croyons pas faire un travail inulile cn offrant aux
amis de l’histoire alsacienne urie nouvelle edition de la
chronique enti4re, en prenant pour base de notre texte
le manuscrit de Nurcmbcrg, qui est plus complet que les
autrcs et en mörae temps Tun des plus anciens. A parlir
de 1426, il ne nous reste que les extraits de Scheerer et
de Berler, que nous jugeons inutile de reproduire, puis-
qu’ils sont imprimes depuis longtemps tous les deux.
Notre Edition s'arrötera donc ä 1426, c’est-ä-dire au terme
qui est marqu4 par le manuscrit de Nuremberg.
Si l’auteur de cette chronique ne se nommo nulle part, Epoquc«r origin©,
nous y trouvons du moins un temoignage qui nous
apprend l’4poque oü il a 4crit. C’est un passage oü,
parlant de la double election papale de 1378, il fait
allusion au schisme qui en r4sulta et qui ne prit fin qu’en
141 o, par l’intervention du concile de Gonstance. Le
texte de Nuremberg allant au delä de ce concile, il n’y a
rien d etonnant d’y lirc tout simplemcnt, sous la dale
de 1378 : und wart die missehellunge , und weret noch
gottes gehurt 1415 jor. Parmi les autres manuscrits, cet
article de 1378 ne nous a 6t6 conserve que dans celui de
Murbach, qui s'arrßte, cornme nous l’avons vu, ä Pan 1400.
Mais ici, le passage en question ne parle pas de la fin du
schisme et se borne ä dire : und wert die missehellung
noch , das ist 1403 jor 1J. C’est donc en cette ann6e que
notre chronique a 414 4crite, et, par cons4quent, nous de-
vons ranger d’avance parmi les continuations tout ce qui
d4passe cette date de 1403.
Conform4ment ä l’usage de son lemps, notre chroni- Contenu
queur ne saurait commencer autrement son travail qu’en et sources.
remontant de la plus haute antiquit4. 11 nous parle
de la fondation de Rome et de Tr4ves, et m4me des
1) Jlsatia 1874, i>. 234.
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— XII —
meiß, baS fd)öpfte et* offenbar tljeils aus ber Genesis, tljcilS
aus ber mcitberbreitcteu ScIt=EI)ronif beS 2>omiuif aiterS Mar-
linus Pülonus. 9fur bon 9?oal) unb feinem Seiubau gtbt
er uns eine ($efd)id;te gum heften, bie mir aud) in le^tcrcm
Scrfe bergcblid) fud)en mürben. Seiter aber bcmerft unfer
Eßrouift auSbrücflid), baß er alles übergefjen motte, maS bon
Sftoalj'S Seiten bis auf Efjrifti (Geburt gefd)d)en fei, unb ebenfo
aud) baS, maS in djriftlidjer 3 e ^ taufenb Qaßren ober
nod) früher ftd^ begeben Ijabe — mit einziger SluSnaljme einiger
^eiligen, bereu &\t ftd) nod) genau angeben laffe. SaS er
berieten mitt, baS finb l)auptfäd)Iid) bie Ereigniffe, bie bor
Ijunbcrt Safyren unb feiger gcfdjefyen ftitb. Ser nadj if)m
leben mirb, ber mag bann — fo meint er — nod) nteljr
fdjrciben.
97ad) biefen Sorten, bie gemiffermaßen als S3orrebe gelten
fönnen, geljt unfer SBerfaffer über §ur ©ad)e, unb jmar zmtädjft
§u ben in 2luSftd)t geftettten ^eiligen. Sir miffen nid)t, meldje
9!üdftd)ten ifjn bei ber 2(uSmal)I berf eiben mögen geleitet
Ijabcn; aber baS Senige, maS er über biefelben berichtet,
ftammt jebenfattS bureßmeg aus ber Legenda Aurea bcS
2)ominifancrS Jacobus et Voragine. 2luf biefe ^eiligen,
meldje fämmtlid) bem UI. bis V. $al)rf)unbert angeboren,
folgt bie Ueberjtebelung ber 2)reifönigS=9teIiquicn Don SDfailanb
nad) Eöln (1162), fomie baS Sunber ber Engclmcilje boit
Emftebeln (948), unb biefeS bilbet ben Uebergang zu einer
9iei^e Don 97adjrid)ten beS XIII. ftaljrljunberts, meldje offenbar
ben Annales Minores ber 2)omini!aner bon Eolrnar ent-
nommen finb. 2TtterbingS bemerfen mir einige ©teilen, meldje
in ben bis jeßt befannten 2 |>anbf Triften biefer Duette fehlen.
3cbod) finb biefe 3 u fä£e moljl !aum erft uitferem Efjroniften
Zitzufdjreiben; fonbern biefer fannte bie Annales bermutljlid)
aus irgeub einer feiger oerlorenen britten .fwnbfdjrift, meldje
biefe bcrfdjiebenen Ergänzungen enthielt. Senn mir nun
bead)ten, mie an einer biefer ©teilen bie ©ilbermarf z u
2 unb 1/2 Ehtlben gemeldet mirb, fo meist uns biefe ttlebuftion
auf bie Qcit zmifdjen 1360 unb 1370. 9luS biefen ftaljren alfo
modjte bie |jaubfdjrift ber Annales Minores flammen, meldje
unfer Eljronift bor fid) Ijatte, als er 1403 fein Ser! berfaßte.
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— XIII —
patriarches, ä parti r d’Adam jusqu’E NoE; mais il n’en
dit guEre plus que ce qu’il a trouvE, outre la Genese,
dans la chronique universelle du Dominicain Martinus
Polonus. Seulemcnt, E propos de Noe et de ses vignes, il
raconte une allEgorie assez plaisante, dont nousignorons
la source. Ce recit fait, l’auteur avertit qu'il passera
rapidement sur tout cc qui devrait suivre, de Noe jusqu'E
Köre chrEtiennc, et que mEme il ne menlionnera poste-
rieurement que quelques saints, dont on sait encore
exactement l’Epoque oü ils ont vEcu. Ce qu'il veut raconter
surlout, ce sont les Evenements qui se trouvent E sa por-
tee, c’est-E-dirc ceux qui se sont passEs dans le courant
du siEcle prEcEdent. Qui vivra aprEs lui, en Ecriradavan-
La ge.
AprEs avoir ainsi expose son programme, l’auteur entre
en matiEre, en commen$ant par les saints qu’il nous a
promis. Nous ignorons les motifs qui Tont guidE dans le
choix de ces saints personnages. Mais d’aprEs le peu qu’il
dit de chacun d’eux, il n’y a aucun doutc qu’il s’est servi
de laLEgende DorEe du Dominicain Jacques de Voragine.
A ces notices sur les saints, notre clironiqueur n’ajoute
que deux passages de source inconnue : Tun, sur les
reliques des Lrois rois (1162) ; l’autre, sur la dedicace de
Notre-Dame-des-Ermites (948), pour aborder ensuite le
IreiziEme siEcle. Pour cette pEriode, il a Evidemment
puise dans les Annales mineures des Dominicains de
Colmar. II est vrai que nous y remarquons quelques faits
qui ne sc trouvent point dans les deux seuls manuscrils
de ces Annales qui nous soient connus. Mais il y a lieu
de croire que notre clironiqueur avait ä sa disposition
un aulrc manuscrit plus complet. Si cette conjecture cst
fondee, comme le marc d’argent y est EvaluE E deux
florins et demi, cc qui Etait son cours de 1360 E 1370, il
faut admettre que c’est de cette Epoque que datait le
manuscrit des Annales mineures, dont s’cst servi notre
clironiqueur quand il compila son oeuvre vers 1403.
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- XIV -
ätttt bem XIV. ftafjrljunbert beginnt ber ^auptinljaft ber
(£l)ronit; benn wie wir oben faljen, witt ber SBerfaffer fjaupt*
fädjtid) berieten, n ?aS feit fjunbert Qa^ren gefdjeljen ift. Die
Annales Minores, weldje nur bis 1298 reichen, fonnten l)ier
nid)t metyr als Duette bienen, unb non einer etwaigen $ort*
fefcung, bie nnfer (Sljronift in feiner $anbfdjrift gefunben Ijätte,
ift nirgenbs eine ftdjere ©pur entbetfen. 3nt ©egentljeil
machen un§ biefe 2(ufeeid)nungen aus bem XIV. 3faf)rl)unbert
ben ©inbruef, bag fte fel)r woljl oljne 33enüfcung fdjriftlicfyer
Duetten fönnen entjtanben fein, a(fo lebiglidj ans ber @r*
innerung an früher ©efyörteS ober Erlebtes. 2BaS ber $er*
faffer aus früherer 3 e ^ berietet, baS rnodjte er einft non
älteren Seuten nernommen l)aben, unb beSljalb ift er oft unge*
nau in ber $al)r$aljt. 33on bem lebten Dritttljeit beS 3al)r*
ljunberts hingegen tonnte er woljl als non feiner eigenen
3eit reben, unb in ber Dljat weiß er l)ier, aufjer bem richtigen
3aljre, jitmeift aud) ben Dag beS ergä^tten ©reigniffeS an^u*
geben. @r war alfo 1403, als er bie (Sfjronif fdjrteb, {eben*
fattS fd)on ein bejahrter SNann.
2öie fd)on bemerft, feinten wir baS (SntfteljungSiafjr ber
(Sljronif einzig aus ber 9fturbad)er £anbfd)rift; aber gerabe
in biefer ift uns ber @d)tuf 3 beS SerteS offenbar itnnottftänbig
erhalten. Der lefcte 9lbfdjnitt, ben wir Ijier finben, erwähnt
närnlid) bie Sßaljl ftönig NupredjtS, im SCugufl 1400; non
ber gleichzeitigen Stbfefcung SÖenjelS hingegen finben wir im
De$te leine <Spur, trofc ber beutlidjen Ueberfdjrift „$on ben
gwein Nömfdjen ®ünigen." 1) 2lud) in ber Nürnberger
§anbfcf)rift, welche bie gortfefcung 1426 enthält, ift biefer
Slbfdjnitt non ber ®önigSmaf)l nom Sfuguft 1400 unnottftänbig.
2lber es folgt bort ber Ueberfatt non ©emar, not« Nonember
beSfelben ftaljreS, unb biefer ftnbet ftdj, wörtlich überein*
ftimmenb, fowoljl bet ©tterlin2) als in bet Dffenburgifdjen
§anbfdjrift. 2ln biefen beiben Drten würben wir bie weitere
gortfefcung, wie bie Nürnberger $anbfcf)rift fte t)at, nergeblich
fudjen; ber fragliche Slbfdjnitt über ©entar gehört alfo nicht
1) 6. Alsatia 1874, p. 235.
2) <5ie§e @preng’$ 9tu$gat>e, p. 122.
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- XV -
Ainsi que nous l’avons vu, c’est le quatorzidme sifccle
qui doit former, d’aprfcs l'intention de l’auteur, la
partie principale de la chronique. Pour cette periode, il
n’est plus question des Annales des Dominicains, qui ne
dßpassent gu6re le treizteme siöcle. Cependant, comme
notre chroniqueur a eu sous les yeux un manuscrit de
4360, nous serions tent6 de supposer qu’il s’y trouvait
une continuation de ces Annales. Maissi nous examinons
le texte de notre chronique, nous n’y trouvons aucune
preuve k l’appui de cette hypothfcse. Bien au contraire,
ces notices sur les faits du quatorzifcme siäcle font l’im-
pression d’ötre composees tout simplement de memoire.
Ce que l'auteur nous dit des temps plus recules, de
la premiöre moitiS du siöcle, il peut fort bien l’avoir
appris jadis de la bouche de t6moins encore vivants, et
cela nous expiique ses frequentes inexactitudes quant aux
dates. Par conlre, k partir du dernier tiers du siöcle,
c’esl sans doute en contemporain qu’il raconte les faits ;
aussi ses dates deviennent-elles de plus en plus pr6cises.
Comme nous l’avons fait remarquer, ce n’est que par
le manuscrit de Murbach qu’on sait en quelle ann6e
notre chroniqueur s’est mis k l’oeuvre ; mais il n’est pas
douteux qu’il y manque la fin du texte original. Le der-
nier article que nous y rencontrons se rapporte k l’61ec-
tion de Robert, roi des Romains, en aodt 1400; mais la
dechäance de Wenceslas, proclam6e en möme temps, ne
s’y trouve plus, quoique ce passage porte pour tilre :
Von den zwein R&mschen Kunigen 1). Dans le manuscrit
dj Nuremberg, ce passage de l’eleclion est 6galement
incomplet; mais il est suivi de la prise de Gu6mar, en
novembre de cette mßme annee 1400. Or, cet article sur
Gußmar n’a pas seulement pass6 dans la chronique
d’Ltterlin 2), mais il se trouve aussi dans le manuscrit
d’Oifenbourg. Quant ä la suite de cette continuation, qui
nous est conserväe dans le manuscrit de Nuremberg,
1) Alsatia 1874, p. 235.
•2) Etterlin, Chronique de la Confidiration, p. 122 de lVdition de 175*.
3
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— XVI —
ftortfcfcungen.
gu biefer gortfefcung, fonbent {ebenfalls nod) gur alten, 1403
gefchriebenen (Shronif. $n ber Dffenburgifdjen §anbf<hrift,
melche nur einen SluSgug enthält, folgt überbieg als ©djlug
noch ein weiterer 2lbf<hnitt über ©ernar, gum Slpril 1403
unb biefer finbet p<h auch im SluSguge beS (Srljarb bon
Slppenroiler. 2)a nun überbieS ber Dffenburgtfc^e SluSgug
bie einzige $anbfchrift ift, melche bie ftönigSmafjt bon 1400
boKftänbig hot, fo merben mir moht fchmerlidj fehlgehen bei
ber Stnnahme, bag ber £e$t unferer 1403 berfagten (Sljronif
urfprünglich ebenfomeit reichte mie im Dffenburgifdjett 2luSgug,
alfo bis gum gahre i^rer ©ntfte^ung.
2)ie gortfefcung reicht in ber Nürnberger ^anbfcfjrift bis
1426; pe umfagt alfo bie 3^ten Songangcr ©oncilS.
Gon biefer ®ir<henberfammtung pnben mir benn auch in ber
£I)at eine gufammenhängcnbe 2)arpettung, melche bon 1414
bis Nfttte 1418 reicht, unb erp hierauf folgen — burdj einen
3mif<henraum getrennt — bie lofalgefdjidjttidjen Gegebenheiten
biefer galjre, b. h- feit 1414. 2)iefer 3nüfchenraum rührt
offenbar baljer, bag ber Gerfaffer hinter bem (SoncilSbericht
urfprünglich einige ©eiten leer lieg, melche er {cboch fpäter,
b. h- feit SNitte 1418, mit meiteren Slufgeichnungen aus ber
öofalgefchithte füllte, deshalb gnben mir in ber Nürnberger
^anbfdjrift, unmittelbar hinter bem (SoncilSbericht, einige Nach*'
richten bom Sluguft 1418 unb bom galjre 1421, melche äugen*
fcheinlich bie nächge gortfefcung gur ßofalgef Richte aus ber
3eit beS ßoncilS bilben; ihre meitere gortfefcung hingegen,
bom 2)ecember 1421 bis g. 3. 1426, gnbet geh burd)auS am
richtigen Orte. SBie nun fchon oben bemerft mürbe, fo ftimmen
bie SluSgüge bei @d)eerer unb Gerler nur bis g. 3 - 1422
mit bem £ejrte ber Nürnberger $anbfd)rift unbebingt überein;
aus ben fahren 1424—1426 aber enthalten Jene SluSgüge
einige Nachrichten, melche in biefer §anbfd)rift fehlen. @o meitig
geh nun berbürgen lägt, bag ber urfprünglidje £ej;t biefer
gortfefcung in ber Nürnberger #anbfchrift bollpänbig erhalten
fei, fo ip es hoch fdjmerlich nur ein 3 u fotl, bag biefe gort*
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XVII —
nous la chercherions en vain, tant chez Etterlin que chez
Offenbourg. Ce passage sur la prise de Guemar ne fait
donc point parlie de la continuation, mais bien au con-
traire il appartient encore k Paucienne rädaction de 4403.
De plus, le manuscrit d'Offenbourg parle encore d’un
second si6ge de Guemar, en avril 4403, et ce paragraphe
se trouve aussi dans Pextrait d’Appcnwiler. II y a donc Heu
de croire, malgrä le manuscrit de Murbach, que le texte
original de Pancienne chronique nes'arrötait qu'en 4403,
c’est-ä-dire k 1’annSe de son origine, corame nous le
präsente encore maintenant le manuscrit d’Offenbourg.
Ce möme manuscrit, d’ailleurs, cst aussi le seul qui ait
conserve dans son integritä le passage de 1400, sur l’61ec-
tion du roi Robert et la d6ch6ance de Wenceslas.
La continuation de cette chronique, allant jusqu’en continuation».
4 426 dans le manuscrit de N uremberg, coraprend l’6poque
memorable du fameux concile de Constance. Ce grave
Evenement, qui occupe les ann6es 1414 k 4448, donna
lieu k une bifurcalion passagäre dans la suite chrono-
logique des faits. Arrivä k Pan 4414, Pauteur parle du
concile dans son enscmble, et ce n'est qu'apr^s sa clöture,
en 4418, qu’il revient aux faits d’histoire locale qui se
sont passes pendant ces quelques ann6es. II est probable
que dans son manuscrit, en commengant Phistoire du
concile, Pauteur avait reserv6 k l’avance quelques pages
blanches, mais qu’ayant chang6 d’avis plus tard, il les
utilisa en y portant quelques faits de 4418 et de 4421.
Quant k la suite, de 1421 k 1426, nous avons dejä remar-
qu6 plus haut que les extraits de Scheerer et de Berler
s’accordent parfaitement avec le texte du manuscrit de
Nuremberg, mais seulement jusqu’en 1422. Pour les
ann6es 4424 k 1426, au contraire, ces extraits contiennent
quelques faits qui ne se trouvent point dans notre manu-
scrit. Ce fait s’explique si l’on admet que la continuation
ultörieure jusqu’en 4454, que nous fournissent ces ex-
traits, est d’un autcur different. Ce continuateur , en
effet, pouvait bien avoir ses motifs pour Computer l’oeuvre
de son pr6d6cesseur, en y intercalant au präalable quel-
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— XVIII —
fefcmtg fcßon mit 1426 fcßließt unb nid^t erß mit 1454, mie
bie 2lu«güge bei ©feerer unb 59ertcr. 2Ötr börfen baßer moßt
annetjmen, baß ber erfte gortfcfcer nur bi« 1426 fcßrieb, unb
baß fpäter ein Slnbrer ba« Ser! bi« 1454 fortfö^rte. (£in
folcßer gmeiter g-ortfefcer aber fonnte fe^r moßt au« ber 3^it
»or 1426 noch einige« nadjßolen, ma« er unter ben Stuf*
Zeichnungen feine« Vorgänger« etma »ermißte — atfo hier bie
Na<ßri<ßten »on 1424 bi« 1426, foroeit fte in ber Nürnberger
§anbf<ßrift fehlen. SBäßrenb nun bie erfte gortfefcung bi«
1426 reicht, umfaßt mithin biefe gmeite gortfefcung bie faxt
»on 1424 bi« 1454.
SBcrfaffer. @inen beftimmten Namen für biefe (Shronif finben mir in
ben älteren £anbf Triften nirgenb«; erft in ber Jüngßen, b. h-
tut 2lu«guge @d)ecrer«, mirb fte bezeichnet al« ,, Chronica
, Franciscanorum Colmariensium“ 1). Sßenn mir nun oben
faßen, baß ber SSerfaffer ber alten (Sßronif außer ber Vulgata
nur fotcße ©driften benüfete, meltße »on 2)ominifanern »erfaßt
ßnb, fo lonnte bieß atlerbing« auch ein Barfüßer thun. ^liefen
mir aber auf ben felbftftänbigen £ßeil feine« SÖerfe«, atfo
auf ba« XIV. ^aljrhunbert, fo geigt un« ber Slbfdjnitt üom
3fnterbift unter Öubmig bem Maiern moht beuttid) genug, baß
ber 33erfaffer ßd) burdjau« nicht auf @eite ber Barfüßer ßeflt,
fonbern »ietmehr Partei nimmt für ihre ©egner, bie 2)otnini*
faner. 2)ie alte (Eh^onif, bi« 1403, famt atfo nicht moht »oit
einem grangi«!aner ßerrüßren, aber ebenfomenig auch iß re
gortfe^ungen. Sitterbing« ßnbet ßcß ber Name „3rangi«faner=
(Sßronif" nur bei @<heerer, atfo gerabe m berjenigen #anb*
feßrift, metche aueß bie gmeite ^ortfe^ung entßätt. SBäre Jebodj
biefe teuere »on einem 3?rangi«faner »erfaßt, fo hätte biefer
ßeßer auch ba« bi«ßerige SBcr! im @inne feine« Drben« über«
arbeitet, atfo auch Jenen Slbfcßnitt »om $nterbifte nicht un»er«
änbert fteßen laßen. 2)0(ß eben biefe @tet(e, in meteßer ein
\ (Gegner ber grangi«faner ßcß gu erlennen gibt, ßnbet ß<ß
un»eränbert aueß bei @<ßeerer 2), unb au« biefem ©runbe fömten
- mir in ben gortfefcungen ebenfomenig at« in ber alten (Sßronif
ein SBerfc-ber grangi«faner erbtiefen.
1) @. ftorfd&ungett jur bcutföen ©efd&tctyte, XV, p. 462 ff.
2) <3. §orfd)iingen jur beutfetyen ©efd&id&te, XV, p. 463.
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— XIX —
ques notices de 1424 ä 1426. Celte seconde continuation
coramence donc effectivement ä I’annee 1424, bien que
la premi&re aille jusqu’en 1426.
Parmi les manuscrits de notre chronique, ee n’est que
le moins ancien, c'est-ä-dire l'extraitde Scheerer, qui lui
donnele Litre de Chronica Fr anciscanor um Colmariensium I).
Ce titre, il faut bien le dire, n’est pas pr6cis6ment en
contradiction avec le fait que nous avons 6tabli plus haut,
ä savoir qu’ä part la Bible l’auteur n’a consultö que des
livres Berits par des Dominicains. Mais il sufflt de lire
le passage sur la mise en interdit, du temps de Louis de
Baviöre, pour se convaincre que l’auteur de l’ancienne
chronique, 6crivant en 1403, est bien loin de prendre
parti pour les Franciscains et que, au contraire, il par-
tage tout-ä-fait les opinions de leurs adversaires, c’est-
ä-dire des Dominicains. Quant aux continuations, il est
vrai qu’on n’y trouve plus rien de ce genre. Mais
si nous voulions en conclure que du moins la seconde
continuation, de 1454, pourrait 6tre l’oeuvre d’un Fran-
ciscain, il serait bien Strange que ce religieux eüt laiss6
subsister dans l’ancienne chronique le passage en ques-
tion, comme il se trouve dans l’extrait de Scheerer 2).
C’est pourquoi l’origine franciscaine nous parait fort
douteuse, non-seulement pour l’ancienne chronique de
1403, mais aussi pour toutes ses continuations.
1) Forschungen *. d Geschichte , XV, p. 462 ss.
2) Forschungen , XV, p. 463.
L'auteur.
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— XX —
2)er Spante „3frangi«!aner*(£ßroni!" erllärt |tcß übrigen« tuoßl
am einfachen au« iener ©teile be« £e$te«, mo gutn beginn
be« XIII. äfaljrfjunbert« , b. ß. g. 3- 1212, ber gleichzeitige
Urfprung ber beiben Orben ber Sßrebtger unb ber SBarfüffer
ermähnt mirb. ©ißon bie Annales Minores 1), au« melden
biefe Sfaußricßt gefeßöpft ift, nennen ßier bie SBarfüffer hör
ben ^Prebigern, unb btefern Söeifpiele folgt unfere (Sßroitif
tuenigfien« in ber äKurbacßer #anbfcßrift 2), tuäßrenb umgefeßrt
biejenige non Nürnberg guerft bie sprebiger nennt. @ine #anb*
feßrift erberer 2(rt, alfo tuie bie SDJurbacßifcße , mochte auch
bem 2lu«guge ©eßeerer« gu ©runbe liegen 3), unb fo fonnte
feßon hör ißm ein Unbefannter au« biefer ©teile g. 3. 1212
ben horeiligen ©ißluß gieren, baß bie namenlofe ßßronif hon
ben Barfüßern ßerrüßre unb bemgemäß gu benennen fei. @«
fcheint baßer biefer 97ame lebiglicß auf einer irrigen $er*
mutßung be« XVI. 3<ißrßunbert« gu berußen.
@ine anbere $ermutßung über bie £erfunft biefer (Sßronif
äußerte im hörigen 3öß*ßunbert ©igi«munb SBiüing, inbem
er gu feiner 2lbf<ßrift be« Sfturbacßer Xejcte« bie 33emerfung
fefcte, baß Dr. ^ermann speter hon Slnblau, ein (Sßor*
ßerr hon @t. üWartiu gu (Jolmar, ber ^erfaffer gu fein fcßeine4).
Offenbar meint er ßiet leinen Slnbern al« ben ^Serfaffer ber
belannten ©djrift ,,De imperio Romano“ 5), ber fuß
felber nur nadj feinem ®eburt«orte „^Peter hon 21 n blau"
nennt 6), toäßrenb ber ©enealoge 3- 3- 8ucf (geftorben 1633)
ißn genauer al« „^Peter ^ermann hon Slnblau" be*
geießnete 7). 9ftag nun „Hermann" fern tuaßrer ©efcßlecßt«*
1 ) ©. ^ßerfc, Monumenta Germanice, XVII, p. 189.
2) ©. Alsatia 1874, p. 226.
3) 3« ©djeerer’S ftuSjug fc^tt biefe ftac^ridjt 5. 3- 1212 gänjlicf).
4) ©. ©toeber’S Alsatia 1874, p. 223 i. b. 9tnm.
5) 2lu$gabe bon ftrefyer, 1603, ©trafjburg.
6) 3« feiner Slorrebe ju biefer ©$rift. — ©ein ©ßnner, ber SBaSler Domprobft
©eorg bon 2lnblau, bem er 1466 al$ ^ßrobft bon Suterbadj folgte, mar alfo ni$t mit
i$m bermanbt.
7) ©djneeganS, i. b. Reyue d’Alsace 1852, p. 21.
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— XXI —
L’origine de cette d6nomination erronnäe s’explique
d’ailleurs assez facilement par un article de notre chro-
nique, plac6 en töte du treiziäme sifccle et faisant mention
de la fondation simultanäe, en 1212, des deux ordres de
Saint-Francois et de Saint-Dominique. Dans les Annales
mineures, d’oü est tir6 cet article, ce sont en effet les
Franciscains qui sont nommäs les premiers 1), et il en est
de m6me , pour notre chronique , dans le texte de
Murbach 2), tandis que celui de Nuremberg, au contraire,
nomrae d’abord les Dominicains. Quant k l’extrait de
Scheerer, il est vrai que cet article y manque tout-ä-fait.
Mais il est fort probable que dans l’ancien manuscrit,
d’oü Scheerer a tir6 son extrait, la rädaction de ce pas-
sage ait 6t6 la möme que dans celui de Murbach, c’est-
ä-dire qu’il aitnomme en premifcre ligne les Franciscains.
Dans ce cas il n’y aurait rien d’6tonnant si, avant
Scheerer d6jä, quelque inconnu eüt pris sur lui d’attribuer
aux Franciscains cette chronique anonyme.
Si du temps de Scheerer notre chronique passait pour
une oeuvre des Cordei iers, ausifccle dernier ce n’ätaitpas
l’avis de Sigismond Billing. En prenant une copie du
texte de Murbach, il 6crivit en marge que l’auteur de
cette chronique « paraissait » 6tre le docteur Hermann
Pierre d’Andlau, chanoine de Saint-Martin de Colmar 3),
le mgme par consäquent que l'auteur bien connu du
traitä De Imperio Romano 4). Ce dernier se nommait lui-
m6me de son lieu de naissance, « Pierre d’Andlau » 5),
tandis que le g6n4alogiste J. J. Luck (mort en 1633) en
fait un «Pierre Hermann d’Andlau » 6). Que « Hermann »
]) V. l’ddition dans les Monumenta Germania de Pertz, XVII, p. 189.
2) Alsatia 1874, p. 226.
8) Alsatia de Stoeber, 1874, p. 223, note.
4) Editd par M. Freher, en 1603, k Strasbourg.
5) V. la prdface da traitrf sasdit. — Georges d’Andlau, prävdt de IMglise
de B&le, son protecteur, aaquel il succdda en 1466 dans la prtfvfttl de
Lutterbach, n’ltait donc point son parent.
6) Schneegans, dans la Revue d’Alsaee, 1852, p. 21.
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— XXII -
ttame gewefen fein ober nidg, fo ift es für un$ widgig gu
wiffen, bog er in ber £I)at oud) eine ctfäffifcfye Sljromf Vinter*
lieg, treibe 8utf nodj foV unb gu SluSgügen für feine I)anb=
fdjriftficVen Slnnalen oon SftowottSweifer benüfcte 1). $3iüing
felber ober bezeugt on onbever ©teile 2), bog „^erntomt Bieter
oon Slnblau" eine loteinifdfe (Sdföffer (S^roni! gefdjrieben
Vobe; boc^ fei biefelbe „bis ouf wenige SluSgüge oerloren
gegongen." 2ludj biefe (extern gnb feitfjei* oerfdjwmtben 3),
unb fo wiffen wir gegenwärtig ouS bem gongen ftnVolte biefer
(oteinifd^en (Slföffer ßfjronif weiter nichts rneVr, ols bog ge
ben Urfprung ber @beln üon SInblou unb oon SKotljfomfjoufen
ouS 3to(ien Verleitete 4).' Xiefe einzige fttodfricVt jebocV geigt
fdjon jur Genüge, bog biefe üerlorene ©<Vrift, in loteinifcVer
@brod)e üerfogt, mit unferer beutfdjen (SVronif oon (Solmor
(eine 93erwonbtfd)oft ^atte. UeberVoupt ober lebte Sßetcr oon
Slnbfou wenigftens nodj 1477 5), unb fdjon ouS biefem ©runbe
famt er nidjt ber SBerfoffer einer (Styronif fein, weldje um
1403 gefdjrieben würbe 6).
polten wir uns lebiglicV on ben Xe$ t ber (£Vronif, fo ig
ollerbingS bie ©teile bemerfenSwertV , wo unter ben ^eiligen
einzig ©t. Sftorttn burd) ben Xitel „min V er re" ouSgegeidjnet
wirb, ©o fonnte iVn woljl ein IBerfoffer nennen, welker ber
©eiftlidjfeit beS ©t. SftortinSftifteS ongefjörte — ober ebenfogut
oudj 3eber, ber ben Xoufnomen SWortin trug. 2Bir fönnen
cS bager nod) feineSwegS ols gdjer, fonbern nur olS woljr*
fdjeinlicV begegnen, bog ber SSerfoffer biefer (SVronif entwcber
unter ben (SVorVerren ober ben Äoglonen oon ©t. 2)iartin
gu fudjen fei. SBon feinen gortfefcern ober erfahren wir nur,
1) SJflt. @d)necgfln8, fl. a. O., unb Baquol, Dictionnaire de l’Alsace, p. 25.
2) 3m „^atriotiföen Glfäffer" III, p. 228.
3) ©o 2u(f 3 ^anbfcbriftftc^er 9tft<$rafj in bie SHbtiottyef @cf>oepf(tn’$ überging,
fo fietyt e« Telber «ufjer 3weifel, bofe biefe 2lu8jüge 1870 mit bet ©trafjburgcr
lölbttotyef berbröiutt flnb.
4) ©cbneegon«, a. «. O.
5) Trouillat-Vautrey, Monuments de l’4y6ch£ de B&le, V, p. 864.
6) ßud ftammte bie äd&te (Styrontf ^eter’3 bon Sinblau au 8 ber üttttte be«
XV. 3<WunbertS, fl tfo au« berfelben 3«tt tote feine Schrift „De imperio Bo.
mano“ ; f . 0$neegan$ «. «. O.
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— XXIII —
soit ou non un simple nom de famille, l’essentiel pour
nous est de savoir qu’il a ecrit, en effet, une chronique
d’Alsace, qui existait encore du temps de Luck, et dont
celui-ci a möme tir6 des cxlraits pour ses Annales de
Ribauvill6 1), dont le manuscrit a peri dans l’incendie
de la bibliolhöque de Strasbourg 2). Billing lui-möme, en
effet, nous apprend 3) que « Hermann Pierre d’Andiau »
a ecrit en latin une chronique d’Alsace, mais qu’il n’en
restait que quelques extraits. Ce que ces extraits sont
devenus, on l’ignore ; tout ce que nous savons de leur
contenu, d’aprfcs Luck, c’est que cetle chronique faisait
venir d’Italie en Alsace les ancßtres des familles nobles
d’Andiau et de Rathsamhausen 4). Ce seul fait suffit pour
dämontrer que la chronique latine de Pierre d’Andiau
n’avail aucun rapport avec notre chronique alleinande
de Colmar. De plus, coinme il vivail encore en 1477 5),
il ne peut gu6re 6tre l’auteur d’un ouvrage dont la
premiäre parlie date, comme nous l’avons vu, de 1403 6).
Si l’auteur de notre chronique nous laisse dans l’igno-
rance la plus compläte sur sa personne, du moins faut-il
remarquer que, parmi les saints qu’il eite, c’est saint
Martin qu’il met au premier rang, en le qualifiant de
« min herre ». Mais ce titre, l’auleur pouvait le donner ä
saint Martin, lout aussi bien parce qu’il faisait partie du
clergß de la collßgiale de Colmar, placee sous l’invocation
de saint Marlin, que parce qu’il s’appelail Martin de son
nom de baplßrne. Il peut donc y avoir quelque probabi-
lit6, mais nulle certitude, que notre chroniqueur anonyme
1) Sclineegans, 1. c. et Baquol, Diclionnaire de 1' Alsace, p. 25.
2) Les manuscrits de Luck ayant pass£ h la bibliothfeque de Schu?pflin,
il n’y a aucun doute que ces extraits ont ptfri k Strasbourg, eu 1870,
lors du bombardement.
3) Patriotischer Elsspsser , III, p. 22R.
4) Sclineegans, 1. c.
ft) Trouillat-Vautrey, Monuments de VtvdcM de Bäte, V, p. 864.
6) Selon Luck, la chronique alsacienne de Pierre d’Andlan datait du
milieu du XV® sifecle, savoir de la m$me ^poque que le traitd De Imperio
Romano: v. Schneegans 1. c.
4
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— XXIV —
23ebeutuna
ber Gfyvenif.
(9runbfafoe
bicfer Silikate.
baß ber erßere berfelben, bcr bi« 1426 ßhrieb, 1421 gu (Eolrnar
feljr billiges 33rob gcfauft ^abc. 2öir müffen mithin bic grage
nach bcin 33erfaffcr biefeS S33erfeS gänglid) auf ßdj berufen
laffen.
2)a bic (Eljronif, tute wir faljen, um 1403 gefdjrieben würbe,
fo erfdjeint |ic fd)on in fpracfjlidjer £inßd)t al« ein werthbotle«
2)enfmal. Neben ben (Straßburger (Eljronifen bon (Eiofener
unb $önig«hofen ift jte nämlich ba« ältefte <$efd)icht«merf be«
(Elfaffe«, wcldje« in beutfe^er (Sprache gefdjrieben würbe. Nad)
ihrem Inhalte aber berbtent fxe namentlich für ba« XIV. Qahr*
hunbert 33ea3)tung, ba fie au« ber Öofalgefdjidjte bon (Eolmar
unb feiner Umgegenb allerlei Nachrichten enthält, bie wir in
ben fchon erwähnten (Straßburger (Efjronifen bcrgeblid) fuchen
würben. 2Bie nun bie testen Qfahrgcljnte biefe« 3 e ^ traumg
bom S3crfaffer bon 1403 fchon etwa# ausführlicher beljanbelt
ßnb, fo gilt bieß noch mehr öon ber fjotfe^ung f weldje ber
alten (Eljromf an Umfang beinahe gleidjfonunt, obfehon fie
nur ba« erfte Viertel be« XV. 3ahrljunbert« umfaßt. $iel*
leicht nodj umfangreicher war bie zweite gortfefcung, bi« 1454,
bon ber un« jebod) nur 21u«gügc erhalten fittb, unb bie wir
be«halb hier außer 33etrad)t laffen müffen.
ÜDer borliegenben 9(u«gabe würbe, wie fchon bemerft, ber
£ejrt ber Nürnberger §anbfd)rtft gu ($runbe gelegt. JDiefe
§anbfdjrift , ein §eft bon 46 ^apierblättent 1) in flein 4°,
bilbet ben STnfang be« (Sammelbanbe« 90 im ®rei«ard)io
gu Nürnberg. 3>n biefem §efte, welche« bnrdjmeg bon berfelben
§anb befchrteben iß, nimmt bie (Eolmarer (Efjronif 331. 5—44
ein; bie borberften Blätter hingen enthalten allerlei Neim*
fprüthe, unb auf 331. 45—46 ßnbet fich ein apofrppher 33rief
bon 1422, angeblich bom (SJroßmeißer bon Nhobu« an ben
Nath bon 33enebig, über bie (Geburt be« STntichriß« in
1) £>a$ 28affev$et$cn n>ei«t batb einen D$fen, baib 2 Sdjtüffcf.
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— XXV —
ait etc chanoine ou chapelain de Saint-Martin. Quant a
ses continuateurs, nous apprenons bien de Tun d’eux
qu’il achela lui-möme ä Colmar, en 1421, du pain
extremement bon marche ; mais ni lui ni son successeur
ne nous disent rien de plus sur leurs personnes. Nous
devons donc nous räsigner ä ne rien savoir de certain
sur les differents personnages auxquels nous devons ces
annalcs.
Quel qu’en soit d’ailleurs l’auteur, rette ebronique Mmt«*»
rcstera toujours un monument litterairc. Car, a pari Ics la ohromqnc.
ecrits de Closener et de Koenigshofen, Strasbourgeois tous
les deux, c’est la ebronique la plus ancienne qui ait 6te
composee, en Alsace, en langue allemande. Quant ä son
contenu, c’est principalement pour le quatorzteme sifccle
qu’elle märile notre attention, en racontant bon nombre
de faits relatifs ä Colmar et ä ses environs, que nous
chercherions vainement dans les chroniques slrasbour-
geoises contemporaines. II en est de mfime de la conti-
miation , qui ne comprend que le premier quart du
quinziöme siöcle, mais qui, pour ce peu de temps, fournit
presque autant de pages que lout le reslc. Quant ä la
scconde continuation , de I4ö4, il est difficile de s’en
rendre compte, vu que nous n’en connaissons que des
fragments.
Comme il est dit plus haut, c’est le manuscrit de Nu- principe*
remberg qui a servi de base ä la prescnlc edition. II dc ct>Ue c;<iition -
forme un petit eabier de 46 feuillcs de papier in-4° 1)
du Codex n° 90 des archives departemenlulcs de ccltc ville.
Dans ce eabier, la ebronique de Colmar est precedee
d’uu eboix de senlences et de proverbesen vers (fol. 1—4)
et suivie d’une lettre supposec, que le grand-mailre de
l’ordrc de Saint-Jean ä Rbodes aurait adressöe, en 1422,
au grand conseil de Vcnise, le tout ecrit de la merne
main, environ du milieu du quinziöme siöcle. Il suf-
1) Cc papier porte, comme filigrane, tan tot la tete de bceuf, tantöt les
dcux clcfs en santoir.
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— XXVI —
Egppten 1 ). ltnfere STiiSgabe befd)ränft ftd) naturgemäß auf
bie eigenttidje (Shronif, bereit Xe^t mit £itfe ber übrigen
.ganbfdjriften fo öiet at$ mögtid^ ergänzt uitb berichtigt umrbe.
21uS biefcit (enteren mürben auch fotche Ergänzungen anfge*
nommen, metche zur §crftettung eiltet ridjtigcn ©intteS nid)t
unbebingt nothmenbig crfd)einen, uon benen e§ alfo fragttdj
bleibt, ob fie mirflid) fc^ott bent Urtext angchörten ober ob fie
nur fpätere 3 u fä£ c finb. 25hv Stuben Jebod) mit biefent
Verfahren bem Xe^te feine ®ematt anjuthun, ba grunbfäfctid)
jebe§ in ber 9ftiritberger §anbfdjrift fe^lenbe SBort Dom übrigen
Xejrte burch Kammern unterfd)ieben mürbe.
3 n §tnfitht ber Orthographie ^eigt bie §anbfd)rift gemiffe
©djmanfungen , metche oermuthtich baoon herrühren, baß ber
Slbfchreiber, metcher biefe §anbf<hrift fertigte, eine etmaS neuere
Orthographie gemohnt mar als biejenige, metche er in feiner
Vortage faitb. 3 n teuerer mochte er 3 . $ 8 . itodj bie älteren
formen „feriben", „ferift", „ftagen" u. f. m. ftnben,
mährenb er fetber beretts gemohnt mar, „fdjriben", „fdjrift",
„fchtagen" u. f. m. zu fchreiben. (Sotdje ©rijmanfungen
mürben hier unoermifcht flehen getaffen, mie benn überhaupt
bie Orthographie ber $anbfd)rift im 2 )rutfe mögtießft getreu
miebergegeben mürbe. 2 tu£ tppographifchen fRücfftchteu jeboch
founten bie überfchriebenen $ofate nicht beibehatten merbett.
deshalb mürben bie überfchriebenen e, i unb o auf bem u
hier erfe^t burch ue, ü unb uo, fomie auch e unb u auf
bem o burd) ö unb ou. ferner ift §u bemerfeit, baß bie
§anbfchrift fomofjt für u at$ für v nur ben einen 93u<hftaben
v hat, unb baß waz, daz unb das immer nur abgefürgt
crfcheiuen in wz unb dz. 2 )ie attgemein iibtichen Stbfürzungen
für ©etbmerthe mürben unüeränbert beibehalten, alfo d, für
Pfennig (denarius), s. für Sdjitting (solidus) unb Üb. für
^Pfunb (libra) 2 ). Enbticf) fiitb noch bie 3 ah* cu 31 t ermähnen,
1) Die 9teimfprüd)e finb abflebr. in 2ßfeiffer’$ ©ermania, 23b. 1884, 0. 214 ff. —
Der apotrpp$e SSricf tyinaeejen n>iirbe ben Dnuf wofyl tanm berbienen.
2) 1 lib. = 20 s. = 20 mal 12 = 240 d.
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— XXV11 —
fira de dire qu'elle ne traite que de la naissance de l’An-
techrist en Egypte, pour nous excuser de n’cn pas tenir
compte dans celle edition. II en est de niöme des sen-
tences el des proverbes, qui du reste ont et6 publies ail-
leurs \ ). II nc nous reste donc que la chronique proprement
dite, dont nous avons lache de rectifier et de completer
le texte autant que possible, ä l’aide des raanuscrits au-
xiliaires que nous avons menlionnes plus haut. Parrai les
passages que nous leur avons emprunlös, il y en a bien
qui, peut-6tre, n’ont jamais fait partie de Tüsuvre primi-
tive. Toutefois, nous les avons admis sans scrupule dans
notre texte, en avant eu soin de placer entre parenthöses,
sans exception, tous lesmots qui nese trouvent pas dans
le manuscrit de Nuremberg.
L’orthographe de ce manuscrit n'est pas toujours la
m6me ; mais nous nous sommes bien gardes d en corri-
ger les Scarts. Car si nous trouvons par exemple « scrift »
ä cdt6 de t schriben », ou bien « singen » et « schlagen »,
il nous parait Evident que les formes anciennes appar-
liennent ä l’auteur, c’est-ä-dire au manuscrit primitif
sur lequel le texte de Nuremberg a 6le transcrit, tandis
que les formes un peu plus modernes repr6sentent
Tortbographe habituelle du copiste. Par contre , nous
avons dd nous accommoder aux circonstances pour ce
qui concerne les vovelles superpos^es. Par consSquenl les
e, i et o, qui se trouvent sur les u du manuscrit, sont
reinplacees par ce, i\ et uo. II en est de raßme des e et u
sur les o, que nous rcproduisons par ü el ou. De plus il
est ä remarquer que le manuscrit n’a pour n et pour v que
la seule et m6me lettre v, ei que ivas, daz et das y sont
toujours representes par ivz et dz. Pour les valeurs mone-
taires, nous avons conserve les abreviations convention-
iielles de d. t s . cl lib. pour Ks deniers, les sous ct les
livres 2). Quant aux nornbres, 6crits toujours eu chifTres
romains, nous les rendons en chiffres arabes, pour en
1) Dans la Germania de Vienne, annee 1884, p. *211 ss.
‘2) 1 lib. = 20 s. = 240 d.
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— XXVIII
bereit röntifdjc 3iffevn m 3)ni<fe regelmäßig burd) arabifdjc
erfe&t mürben, ©pe^ieU aber bei ben 3af)r$ablen mußten
mehrere Heine Ungenauigfeiten fteljen bleiben, nicht nur meil
fic fidler nom ^erfaffer herrühren, fonbem audj beSßalb, weit
ihre 3$erbefferung nod) meitere 2(enberungen im £ej:tc nach
fid) gesogen hätte.
3um ©djluß erfüllen mir nod) eine angenehme Pflicht,
inbem mir ber £)ireftion be$ $. ®rei3ard)iö3 in Nürnberg
unb ber $. ©tabtbibliothef in Augsburg unfern beften 2)ant
anSf preßen für ihr bereitmittiges ©ntgegenfonimcn , butd)
meld)e3 nn3 bic ©enü^ung ber bortigen §anbfdjriften ermöglicht
mürbe. (Sbenfo füllen mir un$ aud) gegen $crrn ©tabt^
arcßiüar 3E. SDfoffinann in (Solmar $u großem 2)anf verpflichtet,
ber burd) mancherlei ^atfj unb HuSfunft bie üorliegenbe 3ln$*
gäbe mefentlid) geförbert hot.
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— XXIX —
faciliter la lecture. Parmi les dates, nous en avons con-
serve plusieurs telles quelles, quoique inexactes, non seu-
lement parce qu'elles proviennent de l’auteur, mais en-
core parce qu’en les corrigeant nous nous serions mis
dans le cas d'introduire d’autres modifications encore
dans son texte.
Nous ne saurions ierminer cette notice sur la chroni-
que de Colmar, sans remercier sincärement MM. les di-
recteurs, tant des archives departementales de Nurem-
berg que de la bibliothfcque municipale d’Augsbourg, de
l'obligeance avec laquelle ils ont mis ä notre disposition
les manuscrits qui ont servi ä cette edilion. De möme
nous sommes tr6s reconnaissant ä M. X. Mossmann,
archiviste de la Tille de Colmar, dont les avis et les
renseignements nous ont 6t6 souvenl fort utiles.
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Sie
äftejie bfuffdk f$(jronift
Hott Colmar«
S)o got unfer tyerre bie toelt gefdjuof, bo oerlieffent 6
fid) 4 tufent (oierljunbert adjjtg unb Wer) jor, bo toart
erfle fRome bie fiat anegcoangett Don jtoein fiirften,
bo fyieS einer 9ioinu3 unb ber anber SRotnuluS. 33or
5Rome ift Ariele bie fiat gefianben briifyunbert jor unb
tufent jor. 9lu iji oudj getoefen oon bent jit, alfo
2tbam unb @oa gefdjaffen toirben, uncje an bie ftiinbe,
baj bie etoige gotfieit tnenflid) nature an jtdj nain,
5 tufent (jtoeifiunbert) jor eins joreS miner. 9iu ifi oudj
juo toiffenbe, baj bie altoetter fyietoor gar alt toirbent.
2llfo 2lbam, nodjbetn alfo in got gefdjaffen fyatte,
barnocfy lebete er 9 Rimbert 30 jor, unb @oa noc§ b v.
Slbam 3 jor; unb Ratten 63 (int, {naben unb
töfiter, unb gobfn ie ein bruober unb ein ftoefler
juofamen. Unb alfo inerte jtdj bie toelt gröSUdj uncje
an SWattufelen jittcn, ber toart 9 ^unbert jor alt unb
69 jor. 33on bent »oart geboren Sarnedj, ber toart 700
5
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— 2 —
jor alt unb 77 jor. SSoit bent wart geboren 9lofyel,
unber bent alle weit uitbergieng bon bein Waffer uncje
an aljt mengen; baS was UJoliet unb ftn wip (unb
fin) brüe füne, ©ein unb ©(»am unb 3afe^t, unb (ber)
brijer wibe. Sie at)t mengen giengent in bie arctie,
6 bie bas waffer enpor truog. ©o was bie arden
brüfyunbert eilen lang unb fünfziger wit, unb was
briffiger fwdj; unb woren eben ein jor ganj bi einte
tage in ber arcfen. Unb gefd;acbi in bent ntercjen, bo
lies fid) baS waffer niber, baj bie arde bleib fton in
bent lanbe juo Slrmenigen.
33on bent anebange ber weite.
UnS wifet bie Ijeilge gefdjrift, baj bon bent anebange
ber Welte bis an UtoljelS jitten fid) berlouffen Ratten
tufent unb fefySljunbert jor, baj in ben joren fleifdj
bon feinem meitfdjien nocf; bo nie was geffen, benne
alleine muoS, alfo bonen unb erweiffeit unb linfeit,
unb obeS, öpfel unb biren unb aitber fteinobeS.
6 v. Stent in ben »orgefcfyribenen joren fyatte nodj bo nie
fein menfdje Win getrunfen; wanb es ifl füntlicf? , baj
ber bod ben erften trübel bant, ber bod) 9loljelS was.
©o nam -Jlofiel bon ber rebe hier jwige unb jleis bie
in hier ort eins aderS unb pflanqierete bie gar
fdjone, unb tiinget oud) bie: baS eine jwig mit touwen=
bluot, baS aitber jwig mit fwininbtuot, baS Dritte jwig
mit affenbluot, baS bierbe mit leimbelinbluot. —
Stern Ijie neme ein iegelid) man war, unb oudj bie
frouwen, bon welem jwige iegelicfyeS ftnen Win trinfe.
— Stern es fint ettelidje, fo fii Win trinfen, fo Wellen
fü an bem obenbe uSfriegen uub besten ben
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— 3 —
9tömfd)en feifer, ben Ijercjogcn unb b«S gemeine SRicb 7
mit irre ungefhiemiteit ; unb bie trinfen beS jmigcS
Oon bem loumenbtuot, manb es Oon art ein grintes
tier ift. — 3 f em eS fint ettelicfic bie fint muefte unb
atfo unreine, fo fii min trincfen, alfo bie fmine ober
furne, unb ift in nieman juo lieb : miftent fü einen
mort uf mif> ober uf fint, uf bruober ober fmefter,
fii offenboretent juo ben jitten atte fyeimelidjeit. 3Son
ben ift fidj bafte juo ^uetenbe, baj fii feinen (jeimelidjeit
rot fetyen ober fjörent. ®ie trincfen beS mineS, ber bo
getiinget mart mit fmineSbtuot. — Stern e3 fint
etteftdje bie merbent juo toren, fo fii mol getrinfen,
alfo fint bon fibeit joren, baj fii ire froumen inueffent 7 v.
uSjiefyen unb niberlegen alfo junge fint, ober blibent
aber tigen, alfo fii ftd) morgenbeS fruege Ratten
angeleit, unb erjöigent bit torenmerg. 35ie trinfen beS
mineS, ber getiinget ift mit affenbluot. — Stern es
fint ettelidje bie lachen unb fingen, fii fyojtyen unb
fyringen unb machen bit fiircjemiHe, alfo baj fii niit
nibergont, fii Ijabent benne e jmirent ober briiftunt juo
naEjt geffen, unb ioerbent alle bing guot bi in. <Sii
tigent ftile bie na£»t bi iren froumen, fo fii juo bette
foment, manb fii fint muebe. 3)ie felben trinfen beS
mineS, ber getiinget ift mit beS leimbetinS bluot, baS 8
allejit (jüdjtig unb) beinuetig ift unb unfdjabeber. 3tu
tuoge ieberman unb betraute finen eigenen gebreften,
unb luoge unber ben trier minen, meHeS er trincfe;
manb bie mine jerlidjen nodj mafyffent.
SSon 9iof;el.
SBie Oil jore oon üRoIjielS jiten bis 2lberl)am jitten, .
oon 3lber^am bis ®aoib jitten, oon ®aoib jitten bis
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— 4
baj (Sriftuä geboren wart, baS ift tyie nüt notbiirftig
juo fd)ri6ett ; wanb es bor iit bem erften blate
gefc^riben ftot, baj bon 2lbam jitten bi« an ©riftnS
jitten fidi tyant berlouffeit fünftufeng (jweifmunbert) jor
eins joreS miner.
8 v. Sßon ber nuweit e.
9iu MJtt idj atte artidel unb gefcf>et;en fallen ber alten
e (offen ballen, unb oudj alle ftücf ber ttutoen e, bie
bo bor tufeng jorcn ftnt bef(f>e^en ; toenue es nietnan
bolle fdjriben mag, es ftge benne bon ettelidjen ^eitgen,
ber jit noch tool mag begriffen werben. -Dime meinunge
ift ettewaS juo wifen, was bi tyunbert joren ift be=
fdjeljen; baS alte wilidj gar loffen ballen. ®er btenodj
lebe, ber fdjribe aber me ; bis ifl ein anebang.
Sßon fant ©ccilie.
3jn bem jore bo man jalte bon gotteS gebürt 2 1 1
jor bo wart fant Gecilie gemarterte juo SRome.
g Sßon bem ^eiligen criicje.
2fn ben felben jitten bo wart bas ^eilige crücje unb
bie nagel Grifti funben juo Serufalem bon fant
Helenen.
Sßon fant SaurenciuS.
3n bem jore bo man galt bon gotteS gebürt 256
jor bo wart fant SaurenciuS gemartert.
Sßon fant SRariciuS.
35o man galt bon gotteS gebürt 287 jor bo wart
fant HJlartciuS unb ftnne gefeHefdjaft gemarttert.
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— 5 —
SSon feint Sucigen.
®o man galt non gotteS gebürt 300 jor bo toart
gemartert (fancta 2ucia) in Sonftantinen (nnb) 2Rajen= 9 v.
eien (geegiten.)
3Son fant ftetterinen.
fco man galt 310 jor bo toart gemartert fant
fteiterina in ber Oorgenanten fetfer gitten guo 3Uejanber,
nnb fant Slngnefe je SWome.
3Son nil (leilgen.
fco man gatte non gotteS gebürt 340 jor in ben
gitten bo lebete ber (löbelidje) groffe filrfte (min fyerre)
fant SRartin, unb fant 9Jiclau3, unb fant 2lmbroftu3,
uub fant ^tüariii^, unb fant 2lntboniu3.
33on beitgen.
fco man gatte non ßriftuä gebürt 250 jor bi
feifer fcecciuä gittert bo toart gemartert fant Serge,
unb fant aSeltin, unb fant aBIefige.
5Bon ben 11 tufeng megeben. 10
fco man gälte non ©riftu« gebürt 252 jor bo
toirbent gemarttert bie eilf tufeng megebe guo Äötte.
aSon SReigelant, 3 fünigen.
©o man gälte non ©riftuö gebürt 1162 jor bo 1162
getoan teifer gribetieb Wieigetant bie fiat. Unb tna3
ein bifebof non flöße ftn Reifer, bem toirbent bie
beilgen brije lünige ; ber fuorte fü mit im gen flöße,
bo fü nodj guo bifen gitten Ugent.
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— 6 —
aSon Unfer grouloen juo ben ©infibeten.
(948) 10 v. 2o matt jatte Oon ©riftug gebürt 9 ^unbert unb
45 jor bo lebete fant ©uonrat ber tjeilge bifdjof, unb
fant Uotrid), unb toottent fyan gemixt Unfer lieben
groutoen cafjete juo ben ©iifibelen. 2o funbent fü mit
gefixt unb mit ge()örbe, baj fü ber etoige got fetber
gemixt fyette in ber ere filier Heben jarten ntuoter.
2o bie funtfdjaft für ben bobeft £eo fant, ber bo toag
ber afytefte bobeft beg namen Seo unb toag ber t)unbert
unb feljg unb brifigofte bobeft ttocf) fant fetter, ber
felbe bobeft beftetiget bie toiljunge gotteg unb ttet oudj
geben aj>log atter fünbeit, toon jjiit, Oon fegefür unb
11 oon fetten, aflett ben menfdjen, ben ir oergaitgene
fünbe teit fint unb (bie) barnodj eins guoten toiüen fint.
1212 $o man jatte 1212 jor bo toart beftettiget Skebiger-
orben unb SÖarfuoffenorben.
1205 2o man jatte 1205 jor bo mag ein merfart, unb
fam ein appet oon fßerig gen Gouftantinooel, ber
§ieg -Dtartinug, ber brockte atleg bag Ijettuom mit im
t)ar juo taube.
1218 11 v. 2)o man jautte 1218 jor bo ftarf) tteccjoge 33e()tott
Oon getingen, (ber ben tiirn juo Srifad) butoete). 2eg
grogoatter mat)te griburg im 33rigct)o«me unb bie
brige bürge obe ber ftat. (2er ift,) oon bem gar Oil
tounber gefcfnibett fint.
1227 2)o man jatte 1227 jor bo fuor ber tantgrofe (oon)
2üringin über mer, burd) fcfyirmunge ber fyeitgeit
©riflentyeit. 2er toag fant Glfabetten elid) man.
2arnod) über fiben jor tet fü ein l)eilge (»metfart.
(1232) $n bem oorgefdjriben jore bo toag ber fumer atfo
12 ()eig, baj man eiger im faitbe buocft, unb brieten.
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— 7 —
£[n bem felben jore gab «tan ein bierteil Wtne8 utnb
einen Pfennig, unb in betn nefiften jore barnocf) galt
ein moffe 16 b.
2)0 man gälte 1246 jor bo gefettet» juo Sßeltfitc^
bi ©otmar ein groffer jtrit.
2)arnocf) (im anbrett jor) biengent bie boit ßolmar
bie bon Stufadj uf bem belbe.
®o man gatte 1252 jor bo giengent jWo clofter=
frouwen bon Unberlinben u8 juo ©otmar unb biengent
fant 3otjanne8 clofler an nebent bem fpittal, in ber
meinunge baj e8 folte ein frouwenctofler toerben, (mit
jweien priejlereit be8 orben8.)
2)e8 felben jore8 ioart gemartert fant Sßeter bon
SWeigelant, ber Wa8 SBrebigerorben.
®o man gatte 1256 jor bo galt ein bierteil jin3=
roden ein marg fitberS, ober 5 gulbin, unb wa8 femtidj
gro8 junger, baj bil tüte (jungerä fturben. Unb wart
wenig Win8, baj man bie trübet in feden (»ein truog.
2)o man gatte 1258 jor bo jugent bie ctoflerfrouwen
bon Sit mit bem crücje gen Stettejlat.
(Slnno bomini 1261 jor wart ©otmar gewuitett
bon einem Herren bon ^ab^burg.)
(31(8 man jatt 1273 jor bo Wart graf Stuobolf
bon $aj»8burg erwött bon ben djurfüflen juo SRömfdjem
faifer.)
(ütnno 1277 fornenb bie tßrebier be8 erften gon
©otmar, natibitati8 ßfyrifti.)
(Slnno bomini 1280 noch oftern galt ein biertet
forn8 2'/, gutben, ein mo|j Win8 2 b.)
(Slnno bomini 1293 jor wart ©otmar gewunnen
bon füttig Slbolf bon Stafowe.)
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(1236)
1246
1248
(1232)
12 v.
1252
1256
13 (1257)
1261
1273
1277
2)ec. 25.
(1282)
(Snbc SDiärj.
1293
— 8 —
1316 2)o man jatte 1316 jor bo foment jttoin erften bie
3Böri 21 . 2 (g U jy ner g en gotmar, uf mitterbafle.
(1314 (Snbc). S)o man jatte 1315 jor bo toirbent jtoene SRömfebe
fünige ertbett in miffebettungc ber forfürften , unb
toaä ba8 feifer Subetoig bon Reigern unb ^ercjoge
griberrieb bon Defterrieb, unb ribfeten bebe bil jit.
13 t. ®oeb feifer Subetoig bieng fterqoge griberieb bor
ÜRuerenberg, tool 9 jor nodj ber ertoellunge.
( 1330 ) ©o man jatte 1327 jor bo fam ber fünig Subetoig
gen Gotmar. 2>o gab ime ber grofe Sßeter bon ©unk
bofen einen btenfl, im unb alter finer febar einen
ganejen tag unb eine nabt, bi^e unb liiten, u8 flnem
eigenen foften. 2)ojuomol toaS er ein meifier ber
flete, unb rnabte in ber fünig fdjultijeffe juo Gotmar.
(1332—1334) 2)a3 benitten ein teil gefteljte, unb toaä nüt me benne
brü jor fdjultljeffe.
1327 14 ®e3 fetben jorcS fuor ber fünig gen Slonte unb
(1328) enpljiettg bie feiferliebe frone, unb forbert eine
ungöttetidje bette bon bem bobeft. Unb bo ber bobefi
ba8 nüt gesellen tootte, bo toarf ber feifer einen
Slarfuoffen uf juo einem bobeft, ber toaS bon 9toine.
(1329 u. 1330) Stern barutnb ber bobeft Soijanne« ber XXII. ber
tet ben feifer je ban unb alle ftn juogefycden in allen
lanben. Unb toer ben briefen geborfam toa8, bie ber*
treif» ber feifer, unb toirbent bie SBrebiger je Gotmar
uSgctriben, unb rnabte ber feifer eineti roffeftal u8
14 ▼. ber fiteben. 2>ie Sarfuoffen fungent toiber ben bobeft
unb toiber bie betlge Grifienbeit. $uo fant 3Jtartin ein
teil fang, ein teil gieng u$ ber fiteben.
(1330) 2>e$ fetben joreä tag betejoge Dtte bor Gotmar.
(1333) 2)o man jatte 1334 jor bo toart ©toanoutoe (bie
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— 9 —
bürg) getoiituen unb jerbrodjen, unb toirbent 52 rittcr
itnb fiiebt entböibetet.
®o man jatte 1338 jor bo toirbent bie Suben ( 1336 )
erflageti in beti SRiberen grancfen bon einte ber nante 1B
ftd) tiinig Slrenteber, toanb mit arenleber toa8 ec unb
fine gefettefdjaft getoojfent, urnb baj man in folte ir
pfant toibergebeit one muocber unb one ir boubetguot.
®e8 felben joteä mafitent ficb uf me toeitne jit>ei- 1338
tufeng geburen unb beteten unber in jioen tünige, bo
t;ie8 ber eine fällig 6mid) unb ber anber fiinig
3iinbertin, unb betogent bie ftat jub ßotmar unb
forbertent oucb bie Subeit. ®o toaS in ben jitten eine
gaffe mit (toirten unb mit anbreu erbrcn) liiitten
gefeffen bor Xbeinbintor, bo nu bie jiegelfdjüren unb 16 v.
bie garten fint ; bo logent (bie felben) buoben. Unb in
einer naf)t (bo) tooffentent ftcf) bie (erber tut in ber
flat juo) ©otmer (unb jugent) juo Äerlertor uä, unb
oud) bie 2fuben (mit innen), unb erfluogent (groß
bottf) unb bertribent bie jloeite (buobern) füitige mit
alter irre gefettefdjaft, unb ioart ir barnocti niinte
geboxt.
$0 man jatte 1340 jor bo ioart ©tetftat 14 tage (1338)
betegen bon bem bifdjof boit ©tro8burg, ben man
nante (bon) 33uod;eg.
©0 man jaulte 1341 jor bo lief ber SSirfid) juo (1333)
SBafet binberfidj unb ioart berftoeHet, baj niemait in 16
ftnen Eiferen mö^te bliben, benne bie uf bergen ober
uf bütjelin looren gefeffen ; unb truog ben fildjof juo
ben Sarfuoffen me benne falber enloeg, unb truog
me benne tyunbert totten enloeg in ben boumen, bie
ben SRin abe fluffent.
6
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(134G)
(1347) 16 v.
1346
(1349)
1347
1349 17
1351
(2>ec. 26.)
1352
(1354)
1356 17 v.
Dct. 18.
1357
1356
— 10 —
©o man gatte 1345 jor bo ftreit bet fünig (non)
(Sngellant mit bem fünig non ftramfenrid); unb tnart
bet fünig non 93e^en erflageit, ber bo blint tna8, mit
40 tufeng man in beS fünigeä non grandenricb bienft.
3n bem jore bo man gatte 1346 jor bo fiarp ber
feifer ßubitnig. ©o foment bie fmefterfdjaft unb bie
orben tniber juo fribeit unb in ir cföfter.
©e8 fetten jore« inart ertnelet fünig Harte je
23e^en juo SRömfcbem fiinige non eime teil forfürften ;
ein teil toelten tniber in ben (non) ©toarcjburg, bem
inart jitlidj oergeben in einerne trübet.
3u bem neflen jore barnodj bo galt ein fuober toin$
bunbert pfunt, unb (ein rnoffe) 60 b. ©afelet müncje.
©o man gälte 1349 jor bo loirbent bie 3uben ner=
braut juo ©olmar unb in anberen fletten, unb tnaä
oudt> grog fierbat burd) aKe loelt.
3)o man gatte 1352 jor bo ftritten bie non 3ürid?
mit bem tjercgogen non Defterridj obe ben ©oben, unb
tnart ir juo beben teilen nil erflagen, unb bel)uobent
bie non Stritt baä nett.
©arnocb in bem neften jore bo belag ber Oor;
gefcribene (lercjoge 3ürricf> (mit groffer macht) , unb
tarn im juo ^eitfe ber feifer Harte unb baä 9tömfct>e
ri<^, (unb tetenb groffen fcfiaben ben non 3üricb).
®o man gatte 1356 jor bo fam ein gemeiner
erttnbeine in allen Xüfc^en tauben, ®o<b ber gröfie
fd)abe gefctjac^ juo Söafel uf fant 2uca3 tag, unb
inerte barnod) tnol 14 tage.
©arnod) in bem nebflen jore fam ein groffer fierbat,
unb fiurbent alle be3 gebreften.
©o man jatte 1356 jor bo fireit (aber) ber fünig
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— 11 —
bon ©ngetlant unb ber fiiiüg bon grandenridj mit
eiitanber, unb wart fünig 3o$anne8 ber fünig bon
grandenridj gehangen unb ftn fun, (unb bil) erflagen.
®onod) über 3 jor wart er gelöffelt uä gebengniffe. 18
®o man garte 1358 jor bo Ratten bil gefeiten ber 1358
gefdjletyte juo ßolmar, ebel unb unebel, gefettefcfyaft
mittenanber, bie nanten fidj bie <5d)eppeter, unb über*
lieffent ben rot mit gewalt. ®arumb wirbent fii ber*
triben bon fyercjoge Stuobolf bon Deftericf) , ber wag
ein bicarie beS Sftömfdjen ridjeä.
®o man jalte 1364 jor bo foment umb fant So^an« 1364
tag juo fiingiljten tnatfcfyreden unb flugen burd) @lfa8 18 v * 3 uni 24.
über 9fin alfo bide, alfo ber fite bon (bem) (nmel
bettet, unb totten allen frusten we, bi()e unb tüten.
®e8 felben joteg tarn ber falte Winter.
®o man jalte 1365 jor bo fuorent bie ©ngelfcfyen 1365
burd) bie laut, umb fant 3ocobe3 tag, unb totten bil '* ut * 25 '
grojfen fdjabeit. ®en joud) nod) feifer ftarle, unb tet
me fdjaben benne bie ©ngelfdjen.
®o man jalte 1375 jor bo fuor ber bon Jfüffin 1375
mit 70 tufeng geWeffenter man ©ngelfdjer burd) 6lfa8 19
wiber ben tjercjogeit bon Defterid), Ijercjogeit Süpolt;
unb foment in (Srgouwe, unb wart ir bil erflagen unb
berbraut (in eim clofter) juo grouwenburne bon ben
bon SSerne unb iren eitgenoffen.
®o man jalte 1366 jor bo ftarb ber bifdjof bon (1365 ». 1366)
©trogburg, bon Stettenberg, unb ber bifcfjof bon
SBafel, unb ber bifdjof bon Salcjburg, unb ber bifd)of
bon SBircjburg, unb ber btfcfwf bon 33obenberg, unb
Ijercjoge Sluobotf bon Dejlerridj; bie flurbent alle in
einte falben jore.
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12 —
(1365) 19 v. 2fn bem borgefcriben jore fhtrbent juo ©olmar
briitufeng gejalter mengen unb bit me, unb fc^uffent
bie fierneu an bem kirnet lange jit.
(1366) ®o man jatte 1367 jor bo mart bie bürg juo
griburg jerbrocben.
1367 Xeä felben joreS gefcbadj ein ftrit juo ©nbingen;
barnod) mart ber ^ercjoge bon Deftericb ber bon
griburg berre.
1369 $o man jatte 1369 jor bo bertrety ber !eicjer=
meifter alte begebart bon bem taube.
1370 20 fco man jatte 1370 jor bo matt ber bon Äiburg
probefl unb ber bon Dffenftein tedjanber hoben titcf)eu
juo ©trosburg gehangen, manb fü motten bie [tat bin
ban geben.
3n bem borgefcbriben jore galt eilt bierteil JorneS
2 lib. ©troSburger, unb maS grofer gebrefte in bem
tanbe.
1372 3n bem anberen jore gab man ein moffe rnineä
umb 15 b. ©trosburger.
1373 3n bem britten jore bo maS ein bbwmetürin, baj
inan bie büfer enbabte unb marf man falcj baruf,
20 v. baj es bas bibe effen möt)te.
(1371) $o man jatte 1372 jor bo bieng ber bcrcjoge bon
©ülcb ben bercjogen bon Srobant, unb mart ber
bercjoge bon ©elre erftagen.
1372 $e8 felben joreS mart bie erftc jitglode gemabt juo
©olmar.
1373 35o man jatte 1373 jor bo mart £ erlern gemiitnen
Oa». i. bon t> em giicb mm bon ber b^rfc^aft bon Defierricb,
unb mirbent 52 bie föfofe abegeftagen, no<b bem abteit
tage juo minnabten.
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13 —
®e§ fetben joreS fam ein farbenal bon ©ngellant 21
gen ©olmar, unb ber tmrt bo toirbiflidj entgangen.
®e? felben joreS fc^ein ein grofeä crücje an bein
kirnet, baj (es) menge(icf) fa<§.
®o man jatte 1374 jor bo toorent bie greifen 1374
toaffer in allen $üfdjen tauben, bie toormoteä ie toirbeut 3<m- G '
gefeljen, unb befdja<§ nodj bem jtoelften tage unb toerte
14 tage.
®eS fetben joreS toart SBefurt getoinnen.
®aj ber fyerejoge bor 93ergf»in tag. 21 v.
®e3 fetben joreS lag ber fyerejoge bon Sutteringen
bor 39ergt)in unb getuait fin müt.
3Son brin Ijercjogen.
®o man jatte 1375 jor bo foment juofemene ber 1375
fyerejoge bon Deftericf) unb ber tjerqoge bon fßeigern
unb bet fyerejoge bon Sutteringen, (unber S9erdin) bi
bem ©deitbad), unb fetten ein fjetmelidj geforedje.
S5aj man bor 33afel tag.
$e3 fetben joreS bo betag ber btfdjof bon 33afel unb
ber Ijercjoge bon Defterid; bie fiat juo Söafet ; unb
tiam bie fiat juo Safel jmene groffe notoen, unb 22
füllten bie mit armen tüten unb fc§i§tent bie ben bon
©troSburg tjein ben 9tin abe.
93on ben ©ngelfdjen.
®arnod), beS borgefcfyribenen joreS, bo brotjte ber
bon ©üffin bie noäjgonben ©ngelfcfyett (a3 bor flot).
33on bem Suben juo Safel.
fetben joreS fyieng ein 3fube juo 33afel 3 tage
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14 —
(1378)
22 t.
1378 (?)
1386 23
(3»li 9.)
1387 Suni 24
23 v
9fo». 11 .
(am gargen) unb berjadj Sriftenen glouben, unb an
bem 4. tage warb er gliHbig unb fiarb.
33on ber miffetyelung ber bebefte.
®o man gälte 1377 jot bo wart erhielt bobefl
UrbauuS ber feljfte guo 9tome ; unb fuorent bie felben
carbenal hon SRome gen 2lhijon unb malten oudj bo
einen bobefl, (»ieS ©lernend ber fibenbe, unb toart bie
miffefydluuge unb toeret nocfy gotteS gebürt 1415 jor.
33on ben befeffen litten.
®o man gälte 1378 jor bo wart ein groffe ploge
gehört, bag 72 menfdjen worent befeffen hon ben
böfeit geiflen, bie niene mitytent gelibiget werben benne
guo SRidjenwitr bi Unfer grouwen.
33 on bem flrite guo ©enbacfy.
®o man gälte 1386 jor an bem menbage hör fant
UolridjeS tag bo wart erflagen Ijetcgoge Sitypolt oon
Defiericty hör ©ernpadj hon ben ©wicgern.
33oit einer tü rin.
$)e8 felben jorcS gab man einen fefter erweiffen
türer benne ein hierteil roden, unb was ein fefter gibel
unb ein fefter falcg glidj.
3n bem felben jore galt ein tnoffen lang faä
3 gnlbin guo E>er6eft, unb barnodj in bem fumer fa3
unb Win 4 gnlbin.
33on winS türin.
®o man gälte 1387 jor bo gab man (utnbe) bie
füitgiljten einen omen winS umb 12 gülterlin, unb bar*
uodj umb fant 2Rartin8 tag galt ein omeit Wine$ 8 f.
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15 —
2)aj ber boit SBirtenberge erflagen toart.
2)o man jatte 1388 jor an bem menbage bor fant
SBartbolmeuS tag bo toart erflagett grofe Uolricb bon
SBirtenberg bon beit ricbfteten bon ©toobeit unb bon
ben bon 33afel. (3n bem felben ftrit bor 2Bite toart
erflagen bon bem SRidj ob 3000 man, unb befielt grofe
©ber^art ba8 belb.)
58on bem groffen bunt.
2) e8 felben joreä fetten bie Rette uf bem SRitte einen
groffen bunt toiber bie Herren, unb berlurent bie bon
©trosburg unb attber ftette 8 fjunbert unb 16 pfert,
unb toart ir ein teil oud; bon ben Herren erflagen ;
bomit nam ber groffe buntfdjuocb ei« enbe.
2)aj man bor ©troSburg lag.
3) o man jalte 1392 jor bo lag bifdjof griberridj
boit a3lan<fenf)in ein bifcfjof bon ©troäburg (bor ber
ftat), mit bem Sorfeboum ein lantboget be3 SRidjeS,
unb ber 53rune bon SRoftyelRein, un b aitber berren, bie
bon bem SRidj belebent toorent; unb toirbent uf
■JRecjigeroutoe ritter gemabt, unb (tebenb fuft groffen
fcbaben). Dudj toirbent bie bon ©troSburg befdjecjet
bon bem lüntge 2Bencjenlau3 umb 60 tufettg gütbin ;
unb befcbadb juo fant S3artbolmeu8 tag.
2)aj man bor ©emer tag.
2)o man gälte 1396 jor an fante ©aßen obent bo
jougent bie bon ©troäburg mit mabt unb mit allen
irem genüge für ©einer, unb toaä ber berejoge 0011
Defterricb ir beilfer mit allen SRinfdjen Retten, toiber
ber Sörune boit RtouppelReiit ; unb logent bobor 3
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1388
«i«B- (23.)
24
1392
(®ept. 22.)
24 y.
1396
Oct. 15.
IG —
1400
Äug. (20.)
26
SRoö. 11.
1402
jn>. 2Kärj 26
u. 3tmi 24.
26 V.
1403
Uov Slpvil 8.
1406
3uiji 16.
gancje muocfyen, unb geminnent bod) rtüt (beim) ben
armen mündjefyof.
SBon eime fRömfdjen fünig.
®o man gälte 1400 jor bo mart ermelt uf (ante
33artfiotmeu8 tag tjercgoge 9tuof)red;t bon feigeren,
t>erre guo fceibetberg, guo Stömfcfyem fünige, (unb
mart fiinig SBencgetang fiinig guo Sehern abgefecgt.)
®ag ©emer gemimten mart.
2>o man gatte 1400 jor fruege bor tage an fant
SJlartinS tag bo mart ©emer gemimten bon bem
bifcfyof bon <Stro8burg unb junger £ait8 bon Siebten-
berg, (bon) 83ifdj, bon aSinftingen, bon Dffettflein;
unb biengeut (ben) biecgetuom (bon) $ot)enflein unb
noment im groffe barfctyaft.
©ometa ber fterne.
2>o man gatte 1402 jor gmifdjent öfteren unb
füngi(»ten erfctyeiu ein fterne, ber Ijeiffet curneta, unb
fad) man in fdjinen mot at>t nefite noch eiitanber. Unb
ber felbe flerne mag alfo, unb fad) man im ber bfotuen«
mabet.
(2>o man gatte 1403 jor bo mart ©emer gemuneu
bon ben bon Golmar, SBafel unb bem SRicfy in ©lfe8,
bor bem batmtag.)
®ag bie funue iren fdjin bertor.
2)o man gatte 1406 jor bo bertor bie funne iren
fdjin mittet in brodjmoitat an bem nefeflen tage noch
fant 2Robefiu8 tag, fruege gmifc^ent 7 unb 8, unb
merte ba8 mol ein bierteil einer ftunben unb mart in
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— 17 —
ber felben toile nun«. Unb gefäadj bis uf ein mitem
tuuodie, unb toas ein bertoorffeit tag.
$>aj man bor 9Jlecje lag.
3n bem borgenanten jore bo tag man bor 3Jtecje.
33ott bem falten tointer. 26
IDo man jalte 1408 jor uf bcn afyten tag ttodj 1408
toinna(;ten bo toa$ ber falte tointer ; unb ber bieng an ^ an - 1-
juo fant ilHartinS tag, unb toerte uncje in bcn (i407)9to»n.
aberclleu grofe griine feltiu, oit unberliben, unb toaä i408Stynt.
atfo falt, baj bie föbe alle überfrurent. Unb toaS ber
9ttn alfo tyerte gefroren, unb oudj ber 39obenfe, baj
man mit 30 omeit toineS über fe ober über SRin fuor,
too man toolte ; unb gefror ber toiit in beit felren in
ben baffen. Unb bo ei geriet entfrieren, bo jerbradj ba§
merteil alle bie bauten, bie uf bem 9iin toorent, bon
bem tgmnrreit.
®aj (baS) confitium juo ©oflencje toaä. 26 v.
3n bem jore bo man jalte 1414 jor bo toart 1414
ftinig ©igemunt bon Ungeren unb ftn froutoe juo
Ddje gefrönet in Uufer groutoen münfier juo eime
9lömefdj>cn fünig, juo fant ©allen tag. Unb ber leite (Wob. 8.)
einen gemeinen rot ober ein conftliuin gen ßoftencje
bon aller Sriftenfjeit, bon Siifdjen tanben uub bon
SBelfdjen lanben. Unb foment alle bie toeltlidjen
fürfieu, fünige unb t)erjogen unb forfürften, nnb fu3
ianbeS^erren ; unb toete nüt bar möljtent fomen, bie 27
fetten aber ir botfcfyaft ober ir briefe bar gefcfyidet.
Unb foment bie geifllic^en ou<§ bar, bon aller ^Ejaf^eit
unb allerleige iJrben, bie in ber ©riftenfycit fint, bon
7
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18 —
Oriente unb bon Dccibeitte, unb boit 3Jtörenlaiit uitb
boit ^riefter 3ot)anneä taut, unb bon aller Welte. Uub
fam ein bobeft bon 3iome , ber tjieg mit filtern namen
Sobauneg, mit allen ftiten carbinalen, ber mag tooit
9iome bertribeu. Unb Wag oucf) (ein) anber bobeft juo
9ibeijoii, ber {jette fine botfcEjaft bo. Unb woreut me
27 v. wenne fünf Rimbert bifctjöfe bo nnb bit ekelte, buvd)
beg Witten baj man wolte einen einbettigen bobeft
fecjen, wenne eg wag me wenne 14 jor ein miffeljettunge
unber ben bebefien gefiu.
9?ot>. l. Unb bieng an bag conftlium juo aller böigen tag
uub werte uncje in bie farwuocbe, baj fit noch bo mit
(Ijattent) einen bobeft erwettet. Uub fam tjercjoge
1415 §riberic^j bon Oefiericb unb berfial ben bobeft Sobanneg
©taii 29. b e ‘inelicbeit banan, an bem flitten fritage, unb fuorte
in gen Souffenberg. Oeg gab im ber bobeft grog guot,
baj er ime bauuait bette geholfen. Unb bo bag ber
28 fünig bebaut unb gewar Wart, baj fidj ber bobeft unb
ber bercjoge betten bar berftolen uub bag confilium
ber heiligen Griftenbeit unb Griftenglouben wolteut
barniberlegen, bo wart ber fünig gar jornig unb
beruofte bie fürflett alle, geiftlicb unb weltlich, Wele eg
mit gotte unb mit Griftenein gloubeit wolteu b a n, baj
ime bie bag bülfent red)eu an bem bei'cjogeu unb an
bem bobeft.
Oucb ift juo wiffenbe, baj oucb jweite beibenfche
fünige ire botfdjaft bo bedeut. Oie begertent bon
gaucjcin bercjeit, baj ber fünig möble bojito (eg)
28 v. bringen, baj ein einbettig ^joubet wirbe, baj ein gloube
Wirbe, uub bie Griftenbeit wirbe juo fribeit gefecjet, fo
woltent fü mit allem irent unbertonen guot Griften
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— 19 —
Serben. Unb barumb, 'baj ber ^ercjoge baä geirret
fyete, bo toiberfeitte iine ber fiinig mit aüen ftnen
ridjfieten. Unb bc8 tmlfeitt im bie ©tüicjer, unb ge=
hnunent im SBfttfitdj unb b«3 gancje fRintat abe unb
bas Grgoutoc, unb jerbrocfyent unb fc^Ieiften jito beu
Saben bie bürg. Unb baruffe funbent fü bcö fyercjogeit
briefe über alles |in tant ; bie uoment fü unb fuortent
fit gen Seme, unb alfo tyant fü briefe unb tant itodj 29
in irre getvalt, unb fitmor in b aS tant.
Dud) ift juo tüiffenbe, baj fycrcjoge ßubetuig toon
Reigern ptjatteucjgrofe toon bem SRine unb fiit bruober
Dtte bie jugent nibenant ^aruf mit ben ridjftetteu, unb
jod> mit groffein tootde in GlfaS: toon ©f>ire,üon 2Biffen=
bürg, toon ^agcnoutoe, toon fRoSljiin, toott Gt)ent;iu, toon
«Stetftat, toon Gotinar, toon Äeifer^fscrg, toon Sürintin,
toon fünfter. Unb jugent für baS Joeitge Griicje, an bem 1415
tneigeobent bo man galt 1415 jor, unb gctoiunent cs »prii 30.
an beS fjeitgen criicjeS tag ; bo fttntorent fü bem SRidje. 29 v. 3M 3
Unb geitoinnent juo Sffenfytn bie bürg, unb jugent bo
gen Xautie unb betogent baä. Unb joudj ber aftyet toon
2Ruotbac^ mit filtern tootde oudj bar unb belag bie
ftat juo Sanne fyinbenan in bem tat, unb t>atf bem
SRidje loiber ben tjerejogen toon Defteridj. Unb foment
bie toon Bafel oudj bar, toot mit 15 fyunbert maneit,
unb bro^tent iren reifegeejüg, unb getoinnent Sanne ;
unb ftüuorent bem SRidje. Unb tooltent bo gen 3Rafe=
münfter fin gejogen ; bo fprodjent bie toon SIRafemünfter:
toaS bie toon ©näljin tettent, bas twottent oudj fü tuon.
Unb alfo jod) baS t»er gen GnSfyin unb betogent bie 30
fiat tool atü tage; bo toart fü ufgen, unb fmorent
ouefy bem 9tidje.
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— 20 —
3tt ber felben jit bo tag ber Ijercjoge oon Defierridj
mit bem bobeft juo f$riburg. Unb bo er fad), ttne er
an attett enben mit friege beftellet Wa«, unb ime nie=
mant Riffen motte, bo nam er beit bobeft uitb jocfy
toiber uf gen ©oftencje in ba« conftliutn, juo bem
tiinige, unb ergab fidj mit (ibe unb guote in be«
tiinige« gnobe; unb gab ime griburg unb Srifadj unb
fttuwenburg unb 9iinfetben unb alte bie flo«, bie bo
30 v. nodj bo nüt gewinnen worent, in be« tiinige« tjant unb
gemalt, boinitte juo tuonbe unb juo loffen, wa« fiu
gnobe mer. Unb bo Wart ber bobefi fyeicjoge Subewig
enpfmtf)en, baj er in in Ijiuote ^ette, baj er nüt aber
entwiche; unb inuofte ber t;ercjoge »on Defterricfy
fmeren bem tiinige niit tooit Gofieitcje juo entwicfyenbe.
Unb atfo fwor ba« gaitcje lant, ma« ber fyercjoge
fyette, uncje an bie Gfdje, bie fworent bem tiinige.
3n ber felben jit wa« juo (Soflencje ein getertec
meifter ber gefcrift, unb ber f>ie« ber &ufe unb wa«
31 ^riefter, unb toa« boit 8et)iin bar gefdjidet, manb er
brebigete einen ungtouben (miber) ettelicfye ftücte in
ber rneffe unb miber ba« ^eilige crücje unb miber
Unfer gvouwe. Unb alfo gtoubete man ime in 58ef»im,
unb fd;ifyten in in ba« confttium gen Coftcitcje, baj er
oudj bo fotte brebigeu, unb fotte man in bo brobieren
unb beweren, obe fine tere geregt were ober niit. Unb
alfo oerfyorte man in, uitb baut fidj, baj fine tere Oalfcfy
unb böfe wa«. 35c« Wart er bemifet mit atjt meiftereit
ber fyeilgen gefdnift, baj fin tere toalfdj unb böfe ma«,
unb motte bocfy niit boooit flott : er motte in bem
31 v. gtouben fterben. Unb alfo wart er angeleit, alfo fotte
er über alter gon, unb bo wart er gefroget, obe er
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— 21 —
molte bon finem nnglouben fton. ®o metnbe er : er
bette guoten glouben uttb motte nüt babon fton, er
motte in bem glouben ftcrbcn. Unb alfo mart im mit
regier urteil ein ttrifyte itod) ber anbereu abe erfant unb
abegejogen. Unb bo im bie mieten alle abe tvirbent
geton, bo tvart er berqoge Subemig enbbolben. ®o
fate man im uf ein iffele mit tüfeleu gemolet, nub
fuorte man in u$ ber flat unb verbrantte in, unb fine
buecber Verbrante man in ber fiat. Unb bo bie bot’
fcfyaft gen Sefjint (am, baj ir tncifier berbrant ma8, 82
bo tvirbeitt fü gar leibig unb tvoltent nüt fincu böfett
glouben abeloffcu, unb feribent in in für einen groffeu
heiligen unb martern im ein tjoc^gcgit.
®arnocb fuor ber füuig Ijarabe bott ßbftencje u8
bem confilium gen 23afel mit ber füuigiit, unb jodj bo
fürbaä juo bem fünige bott 2lrragutt unb molte beit
bobeft bon 3Xfijon Idolen. ®o entmeid) ber bobeft bou
2lfijon in ein infet be8 mercS unb molte nüt fin
bebeftige ufgen. Unb in ber jit fuor bie (ünigiu toiber
bein gen Uitgerett. Unb fuor ber fiinig gen gvatufen» 32 v.
rief» unb gen $ari8 unb gen ßngeüant, unb molte
alle betreu juo friben unb juo einbellifeit bringen, als
berre alfo er möbte; unb tarn bo bou (SitgeÜant gen
33iobant unb gen Dd;e unb gen Götte unb gen ®riete
unb gen Sücjelburg unb gen ©trolburg. Unb alfo
(aut er tviber gen Goftencje in ba8 confilium.
3n bem jore bo man galt 1417 jor umb bie liebt» 1417
tnejfe unb (bobor) bo mart aber juo bem bobeft geu ® cbl- 2 '
afifon gefdjidfet botfd;aft unb triefe, baj er folte
(ummen für ba$ confilium gen Goftencje, unb ba$ 38
molte er nüt tuon. ®o mart ime eitt jil benemet : mer
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e3, baj er uf baS jil rtüt bar ferne, fo ioolte man in
abefünbett in aller Griften^eit.
9Joö. 1 . $ar (-noch) juo aller ^eiligen tag bo hette man noch
bo feinen bobeft ertoelet, unb fjette baS confilinm brü
jor genieret. $o befcfiloS man bie carbinalen nnb fünf
itacjioiteS ber (SriftenE>cit, baS ifi oon fünf enben ber
ßriftenheit, in baS foufhuS je ßofiencje, iegettdjen in
9!od. 8. 33 v. ein funber femerlin, an bem menbage bor fant 3Jlar=
tins tag, bo bie glocfe fünf fluog noch mittemtage.
5Rot>. n. Unb an fante SJlartinS tag toor mittemtage jtoifchent 9
nnb 10 in ber ftiutben, nnb toaS bunreStag, bo ioart
ein bobeft ertoelet; ber ioart genant 2JtartimiS unb ifi
ber fünfte beS namen, unb ioaS ooit bem geflehte juo
9iome, bie mau nemet bon ber Sillen, unb ift ber
alten geflehte ein« je 9tome. Unb alfo ioart got gröS>
lieh gelobet mit gefange nnb mit gebette in allen lanben.
9to». 21. Unb bo bie botfdjaft gen ßotiner fam, an fant ßccjilieu
34 obent, bo giengent alle clöfter mit aller gejierbe in fant
ÜKartinS münfter unb enphiengent bie botfefjaft mit
groffer ioirbifeit, unb ioart bie ^eilige Srübaltifeit
gröslid) gelobet mit betn lobefange: te deum lauda-
mus. Unb mornebeS bo gebot man juo ftrenbe in
allein Gotmar, unb fotnent aber alle clöfter mit aller
irre gejierbe in baS münfter, unb tet man einen fdjönen
criicjegang mit UnferS Herren fronlicf)amen unb mit
allen jünften umb baS münfter, unb fang bo alle
34 v. blmfl)«* eine fdjöne erliche fronemeffe mit ben orgelin,
als loere eS ber ioinnahttag gefin, unb ioaS ber ane=
Oang unb ber uSgang mit: te deuui laudumus.
1418_ Unb alfo toerte baS conftlium noch uiwje uf bie
2» ai io. jjfingeften beS joreS bo man jalte 1418 jor. ®o fuor
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— 23 —
ber bobeft unb bet fiinig toon Goflencje u8 betn con=
. fUiuin, unb fnor ber bobeft gen Senef, tmb ber tünig
!am gen Sotmer. ®o mart er mit groffer ermirbileit
entgangen, unb gieng man gegen im mit einer er»
tidjen proceffiotte bon aEen clöfleren, mit aEem fteiltum
unb mit aEer gejierbe ; unb toa$ uncje an ben britten 35
tag juo ©olntar, unb fuor bo gen ÄciferSfterg unb boit
einer rid^fiat juo ber anberen, unb gefadj (in (ant.
3n betn jore bo man jalt 1421 jor bo ma8 juo Setten 1421
ein unglonbe ufgefianben unb t»ette umb ftd) geflößten
me locnne 70 ntilen, unb f^rnd^ man im ber puffen»
gloube; unb bie jerbrocfjen unb jerflerent unb fcf)(eiffeiit
aEe bie clöfter unb filmen juo Sroge unb in aEem
Setten. ®a8 ftg gotte gcctaget.
3n betn (eiben jore uf bie olleren bo galt juo 35v.©iävj23.
Surgüntte ein bicriet tjaberen 12 gutbin, unb ein
biertel roden 10 giitbin. Unb barnacfy 14 tage toot 3fnni 10 .
fitngiftten, bo galt ein viertel roden 20 gnlbin, unb
offent bie tüte ljunbe unb facjeti unb müfe, unb ftarp
groffe toelt {jungerä. Unb ma8 nüt in Surgiinne aEeitte:
# e8 tuaä oudj in aEetn grandertrid^ unb in ©ngeEant,
unb befcfyadj bon frieg nnb baj bie tant bertoueftet
mirben. Unb ma8 be8 fetben jore8 in 6lfa8 unb in
Süfdjen lanben groffe molfelin, baj min unb brot unb
toren gar menttig galt; unb galt ein guot biertel 38
loren 3 (., unb ein ome min8 2 (., unb fonffte icf), ber
bi8 fcfyreib, 48 groffer mi8brot umb 1 (. b.
3n betn (eiben jore, bo matt galt 1421 jor, bo
triegeten bie ebeEüte, ritter unb Inerte, bie juo ©tro8»
bürg gefeffett morent. (SBoreitt) u8 ber ftat gejogen
unb miberfeitten ber flat, unb oorberteit ben ammeijler
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— 24 —
abe unb bie fd)lüjfet juo eime tore, unb toil anber «ns
rebelicfye anfprocfye. Unb bo baS bie ooit ©troSburg
33 v. nöt woltent tuon, bo jcbebigeten bie ebettüte bie bon
©troSburg gar Oajle uffewenbig uf bern lanbe. Unb
noment bie bon ©troSburg bcn ebettüten ire tyüfer,
gölte unb gnot, ton« fü funbent, in ber fiat unb uf
bem lanbe, was in werben möfyte, unb berbranten
baS lant, was ber ebettüte was, unb fmlfeitt in bie bon
»affet.
1418 3" bem jore bo ntan jalt 1418 jor, an fant Sau»
Slug. io. rencten tag, bo foment gen ßotmer mol 30 Reiben
mit wip unb finben. ©arnodj, bo bie enweg foment,
37 bo fotnen über brire tage barnodj tool fmnbert Reiben,
man unb Wip unb fint. Uub woreut unfdjaffen fwarcje
löte, unb truogent ftlberni bingerlin in ben oren, baj
man folte fefyen toele ebel toeren, unb fbroc^eut : fü
toerent bon @gif>eteu. Unb truogent bie froutoen un=
toege ^ocjen an, als toerent eS futeren ; unb Ijiengent
an als (bie) ungefintten, unb noment fitb an, fü fönben
ben löten in ben fjenben fetten, waS in juo Rauben
folte gon, unb jlutent bcn lüten ir gelt uS ben fedelen, •
unb toag in werben möl»te, baS was berloren. Unb bo
37 v. fü entoeg foment, bo fam ber gröfte fterbat juo Soltnar,
baj bo fturbcnt me toettne 20 (»unbert menfdjen; unb
was ber fterbat nüt allein juo ßolntar : er was oudj
in atten lanben, baj tool baS briitteil ber Welte umb
unb umb abegieng.
1414 3 n bem jore bo man gälte 1414 jor bo was ein
@itbe gebt, gemeiner fiedjetagc in atten tauben, unb was baS umb
Slprii 8. We oafeitafyt, unb bleib unber 10 menfcfyen fumc eins
gefunt, unb baS werte wol uncje uf bie öfter.
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3nbem jorc bo man gatte 1416 jor bo er fcbluogent 38 aucf) 43 v.
bie oon SRictjentoiter alle ire Suben an fant Sßeter unb 1416, 3uli G.
ipauluS aljtebe, unb toa8 ein menbag, umb ir eigen
guot. Unb toirbent bo nadent uägegogen, unb toirbent
für bie flat atfo bot gefuert, unb toirbent bo erfl Oer*
brant. Unb toorent ber 3uben (mit) toio unb fint 28,
bie bo erflagen toirbent. /Dantocb toirbent bie geoangen,
bie baä geton fetten, nnb toirbent ir cttetoie meniget
barutnb ir fjöibetter abegcflagen, oon ber 3uben toegen.
3n bem felben jore toaä foren türe, unb galt ein 38 v.
toiertel toeiffen 12 f. ©troäburger, unb ber roden 11 f.
Unb galt guo Surnentrut unb in ber felben gegen 4 1 /,
gutbin ein oierteil, unb in ©tooben 3 gulbin. Unb galt
ein üiertet gi betten guo Gotmar 12 f. ©troaburger, unb
bamodj guo jüngsten unb in ber eme bo galt e§ 2 f.; 3 uni 24.
unb galt ein toiertel toiffer ertoeiffen 2 '/, gutbin.
3n bem iore bo man gatte 1415 jor an fant 33ar= 1415
beren obent bo ttotnent bie oon ©troSburg 3&beren $ec. 3.
in. Unb bo fuorent fü bo gen 9/loHe8ljnn unb Oiengent 39
ben bifc^of Oon Xiefcb unb ben fenger oon Sifcfjcge
unb tne men gtoencgtg jtner biener, unb noment äüotleäs
bin oucty guo iren Ijanben, unb fuortent ben btfd)of gen
©tro$burg unb bie anberen geoangen, toentte er toolte
bie Oon ©troSburg oeruntrutoet bau. Unb bo tag er
ein tjalt> jor geoangen, unb bo enttoirtetent in bie oon
©trolburg gen ßoftencje in baa confUium, unb tarn ui«
an bem füngeljttage bar. ®o toart er oon betegoge 3imi 24.
fiubetoig oon ißebgern mit groffen eren enbbungen, unb
toirbent bie oon ©troSburg guo baue geton, bag man
wie fingen toaS unb one tiMffen unb one begraben. 39 v.
3n bem jore bo man gatte 1415 jor bo befdjadj ein 1415
8
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— 26 —
groffer ftrit mit bem tünige bon ©itgeflant unb bem
fiinige bon graudcimcf) ; unb bef;uob ber fünig bon
(Sngedant ba3 beit, unb berbarp me benne 34 tufent
man, unb berburbent me toenne febö ^erqogen.
1417 3n bem jore bo man gälte 1417 jor, al;t tage nod>
«juti (5.) füngiljten, bo berbrante Safe! bie flat me toenne baS
britteil.
1421 40 3n bem jore bo man gatte 1421 jor uf fant Sucicn
$ec. 13 . tag bo {am ba$ groffe toaffer in adern lanbe, obenan
unb nibenan bon aden teleren. Unb toa8 ber 3lin alfo
groä, baj er guo Souffenberg bie brude gerbrac^ unb
bit Ijüfer in ben börferen, unb ertrumfent bil täte.
Ducf) ift juo »oiffenbe, baj er juo 33afel alfo grol toaö,
baj er an ber kleinen ©tat über bie ringmure ingieng,
unb man in aden ben gaffen mit fdfyiffen fuor. Unb
ftoedete fidj in ber ©roffeit ©tat uncje an ben ßorem
merdetburnen, baj bas ioaffer über bie röten gieng an
bem flodburnen; unb fuor man an bem SBifdjemerdet
40 v. mit eitne bodjbort umb ben ftodburnen, unb gieng ba8
toaffer über ben trod ober über ben faften, bo ber
burne inne ftet. Unb toa§ alfo groö, baj man uf ber
SRinbrudeu ftuont unb ba§ toaffer mit ber bant reichet,
unb einer in eime fcbiffe fluont unb ein famte mit
toi ne nain bor ben benfteren uf ber ©cbiflüte jlube.
Unb jerbracb bie brude juo SRutoenburg unb juo
Snfadj, unb gieng juo Dlergenoutoe in ba§ ctofler
umb fronalter unb in bie ftuben, unb über unb über in
41 ber felbcn borftat, baj lüte unb bibe fiteren mueften uf
ben berg. Unb truog juo griburg (ba$ toalttoaffer)
gancje büfer eitioeg. Unb toa§ juo Gotmar ba« toaffer
alfo groö , baj man bibe unb lüte mucfle mit fdjiffen
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— 27 —
(loten ug ©teinebrudetoorfiat, anberg fti merent ade
ertrundeit, unb flufyent bie tüte uf bie bünen, unb
ftünnete man juo fante ^olfauneg über bag maffer ;
unb fetten bie börffer in bein 9iiete grog jomer unb
not. Unb gieng iit Foliant (anb unb tüte unber unb
groffe flette, bo alleg toilie unb tüte ertrunden ; unb 41 v.
ftufyent uf einen tuven mol brüfiunbert menfcfyen, unb
bo jerfpilt ber turen, unb toerburbent bie litte alte. Unb
mag big groffe toaffer in alten tanbeu.
3n bein jore bo man jalt 1422 jor bo mag alleg, 1422
beg man leben fotte, türe: foren, inuog, falcj. Unb
toaitb man beg joreg fein obeg, unb gab man brü
eiger tmtb toter tfelbelinge. Unb morent toifdjc unb
geringe türe; unb mag min (unb fleifcff) motfeit, baj
man jmo ntoffe toineg untb einen (letbelüig gab, ober
toier moffc umb einen Pfennig. 42
3n betn jore bo man jalte 1423 jor mittel in bein 1423
meigeit uf einen fritag, an bem toierjetjenben tage beg 2»oi 14.
meigett, bo mart §ol)enjolre bie bürg in ©moben
gemimten toon jmei unb fibenjig (©mebefdjeu) rid;=
ftetten. ®ie morent me benne jor unb tag botoor gelegen,
unb funbent baruffe 33 reifiger. (Unb mart bie bürg
jerfcfyleiffet unb jerbrocfycn, baj ttüt bo bleib.)
3n bettt felben fore maljtent bie ridjftctte in @lfag
unb (»erejoge Subemig ein pfiaHencjgrofe toon bem 9litt,
unb bie toon ©trogburg, unb bie (toon) 33afel, uub bie 42 v.
toon griburg unb toil ftette einen bunt, fünf jor juo
fyaltenbe ; unb mag ber tnarggrofe toon Sabeit miber
ben bunt. 25eg jod) ber bunt gemciitlicf) ttg über beit
marggrofen, in bem jore bo man jalt 1424 jor, unb 1424
geminnett itne abe SJtülberg, uub jugenb bo miber l)ein.
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— 28 —
1425 3it bem jore bo man jalt 1425 jor bo ^ettcnt bie
bon 33afel einen frieg mit bem non SBelf^»en=9tuh»em
bürg, unb jugent mit gancjer mabt uS für (SQelurt,
9tou. n. 43 unb geminnent e$ juo fant Martins tag, unb $er=
fteiffent unb jerbrotbent bie bürg, unb öerbranttent bie
flat.
1426 44 $0 man gatte 1426 jor uf ben aljten tag noch
3«n. i. minnabt bo rnaS es atfo toarm, baj bie manbclboume
bluegeteit, unb baut man bluomen ettvie meniger banbe
juo ßolntar in ber fiat unb oudj> uffetoenbig.
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3(nmcrfungcit
NB. 2)ie berfd)iebcnen £anbfchriftcn, au« welchen ber
bergefteflt würbe, ftnb hier burd) fotgeitbc Hbfürzungen be*
Zeichnet :
#f. für bie Nürnberger §anbfchrift, al« Efrunblage btefer
2(u«gabe.
Cod. M. für bte Nturbadjer ^anbfcfjrift.
Cod. A. für Slppenwiler« 2lu«zug.
Cod. 0. für Dffenburg« 2lu«zug.
93i« 1400 ftnb alle eingeflammcrten (Steden be« Xe$te«,
fo weit fte in ben &nmerfungcn nicht erwähnt werben, ergänzt
au« Cod. M. 2)ie weiteren Ergänzungen aber, über 1400
binau«, fttifcen ftd) auf feine ber bi« Jefet befannten $attb*
fc^riften.
Pag. 1. bierhuttbert achtzig unb hier, ergänzt au«
Cod. M. — 2Hc 3abf 4484 beruht auf Martinus Polonus,
welcher bon ber Schöpfung bi« Ebrifti EJeburt 5199 3tabre,
bon Nom« EJrünbuttg aber bi« z« festerem 3eitpunfte nur
715 3abre zählt.
— Nomtt« in Cod. M. erft nacbträglicb corrigirt in
Nentu«.
— Xriele, Xricr, nach ber (Sage gegrünbet bon Prebet a,
bem (Sohne ber @eutiranti«.
— 5 tufent zweihunbert for ein« Jore« miner. —
3weibunbcrt fehlt itvax in ben borhanbenen #ff.; Jeboch
ftintmt einzig 5199, wie Martinus Polonus bat, Z u b er oben
erwähnten 3 a ^l 4484.
Pag, 2. inbemmerczett. 3n biefen SNonat würbe fonft
bie (Schöpfung gefefet, ba« Enbe ber (Sünbfluth hingegen in ben
dftai; merczen unb meigen würben aber leicht berwechfelt.
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— 30 —
Pag. 3. bett Ijercgogeu, nämlich ben Herzog üon
Defterrcich, als ßanbgrafett im DbctMSlfag unb mädjtiggen
gürften bet* ©egenb.
— #on 97oheL 2)ie in bicfem Slbfc^nittc folgenbcn
tarnen bezeichnen bie <5 Zeitalter , üon melden baS erfte mit
97oah fliegt, unb baS feiste mit (£hriguS beginnt. 3tüif^cn
Abraham unb $aüib fehlt SflofeS, welcher ben Anfang be$
üierten SBeltalterS bezeichnet.
Pag. 4. üor in beut ergen blote, ftimmt nicht zur
£f., wo bie fragliche Stelle im ©egentheil geh auf 531. 5
beffnbet, unb bezieht ftch alfo auf beren Notlage; ügl. Cod. M.:
Ze forberge.
— gtnei^unbert, fehlt in allen §ff.; ügl. oben bie tltt*
merfmtg zu pag. 1.
— 2$on fant (£e eilte. 9We nachfolgenben &bf<hnitte
über bie ^eiligen, auf pag. 4 unb 5, beruhen auf ber
Legenda Aurea; nur gnb bie gahrzahlctt theilweife entflcttt.
— 211 jor. CGXl entgellt aus CGXX; ügl. Legenda
Aurea, pag. 777 ber Ausgabe üon ©raffe.
Pag. 5. fancta Öucia, erg. aus Cod. M.
— gecziten, erg. aus God. M.
— min herre, nur in Cod. M., ebettfo löbelidje.
— 250 jor bi feifer 2)ecciuS ^ i t c it. 2$gl. Leg.
Aur. p. 264, mo iu ber ßegenbe üon @t. ©eorg ber ^räfcS
Dacianus unb baS gahr 287 genannt wirb.
— 252 jor. Leg. Aiir. p. 704: 452.
— bie eilf tufeng ntegebc. Cod. A. : fant Urfele.
— 1162 io r. 2We #ff. hu&dt 1142, b. h- XLII ftatt
LXIl. — tiefer unb bie folgcttben Slbfchnitte gantuteu nicht
mehr aus ber Legenda Aurea.
Pag. 0. fantSuonrat, 53ifdjof üon (Songanz* — lieber
bie ^Beziehungen üon (Solntar zum 53iSthum Äonganz, f. Moss-
mann, Recherches sur la constilulion de la commune
ä Colmar, p. 4 ff.
— bobeg öeo. MeS golgenbe bezieht geh auf bie tut*
ächte Urfmtbe ßeo’S VIII. üont 10. 97oü. 964.
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— 31 —
Pag. 0. 2)oman$aUel212*c. Sie Annales Colmar,
minores, meldjc öon ^icr an für ba« XIII. ^a^unbcrt al«
Ouette bienten, fefcen in biefe« <3a^r ben Anfang beiber Drben,
bie SBeftätigung aber, nnb jmar nnr be« ^rebigerorben«, in’«
3al)r 1216.
— unb Jöarfuoffenorben; t»g(. Cod. A.; öon §o*
norio pape. — 2llle folgenben £bf<hnitte, bi« 3. 3* 1400,
haben im Cod. M. lieber fünften, alfo 3unächft ber erfte: 9t un
öon bem Ijeiltum 3U ^ßerhß.
— ber ben turn 3U0 Shifach buroete. Siefer 3 u f a t?r
melden nur Codd. A. unb 0. haben, beruht auf #ertöech«lung
93ertholb« V., be« lebten 3ä^inger« (t 1218), mit feinem
gleichnamigen #ater (f 1186); f. $Ro«mann, ©efdjichte ber
(Stabt dreifach, p. 132.
— öon bem gar öil rounbcr gefchriben fint. £f.
m unb er«; fottte biefe« ba« ^Richtige fein, fo ift fint öer*
fehrieben an« ft 0 1. — Cod. A. roeicht h^r ööftig ab: bie bürg
obe ber flat, bo öil fumber« ift ußgangen.
— tet fü ein ^eitge Dgl. Cod A.rftarb
fü unb erfchein mit groffen jeichen.
— 3« bem öorgefchriben jore, beruht auf ^erroech«*
lung öon XXVII unb XXXII; ögl. Annales 3. 3. 1232.
Pag. 7. 3n bem. f eiben jore ic. ift ungenaue lieber*
fefcung ber Annales 3. 3- 1236: vini abundantia fuit, et
quartale pro denario dabutur , quod in brevi post vix pro
16 denariis poterat comparari .
— 93eltfitch. Sie Kirche be« einftigen Sorfe« gelbfirch,
bei 2Bettol«heim, ftunb noch 311 Anfang unfere« 3«h r ^ unl)crt ^-
3roifchen 2Bettol«heim unb 2Bin3enhcim führte früher eine
ßcitung, ber Siefenbach genannt, ba« SBaffer ber ftecht in bie
Canch; f. Öiblin, Chronique de Colmar, p. 57. (£« ift baher
ba« Sreffcn „311 Siefenbach", roelche« ©lofener« (Shronif «um
14. ©efjt. 1246 ermähnt, nicht« anbere« al« biefe« Sreffen
bei 3elb!irch; f. ßlofener, in ben (Shronifen ber beutfehen
(Stabte VIII, p. 102.
— im anbren j[or, erg. au« Cod. A.
— ütengent bie öon Solrnar bie öon SRufad), ift
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— 32 —
berteljrte Ueberfefcung bcr Annales 3 . 3- 1248: Rubeacenses
Columbarienses vicerunt et ceperunt ex eis multos. ®S
ftegten alfo bic SRufacßer, b. h- bic Öeute beS ©ifdjofS Don
@traßburg, welker bem $apfl 3*tnocenS IV. anhing, mährenb
(Solrnar gu ftaifer Jriebrich II. hielt.
Pag 7 2)o man 3 alte 1252 Jor. 2)iefer KuSaug au$
bem ftlofter @t. 3<>honn Unter-Cinben (Jcfet SRufeum) gefdjah
Won 1232, b. h- Won wenige Monate nach bcr drünbmtg
biefeS tloßerS; 1252 aber erfolgte bie fttücffehr bortbin.
@. Annales 3 . 3- 1232 u. 1252, auch Siblin, Ghronique
de Colmar, p. 36.
— mit zweien priefteren beS orbenl, b. h« bet
2 )ominifaner. Ucber bie SRidjtigfeit biefer Angabe, welche nur
Cod. A. hot, f. Ciblin a. a. O.
— Unb wart wenig winS, baj mantc. 2)iefe
rid)t b^en bie Annales 3 . 3* 1258.
— oon @il. 2 )iefen 8 uS 3 ug aus bem Stoßer @Uo bei
fllappoltsweiler ermahnen bie Annales 3 . 3* 1257.
— Slnno bomini 1261 for. 2 >tefen $bf<hnitt, foroie
Denjenigen 3 . 3ohve 1293, hoben nur Codd. A. unb 0., unb
3 war beibe außerhalb ber c^rouologifc^en Reihenfolge.
— 8nsman3aItl273jor. liefen STb^nitt hot einzig
Cod. 0.; ugl. Annales: Comes Ruodolphus de Habespurch
in regem eligitur Romanorum.
— 2(nnol27 7. 2)iefen ?lbfchnitt hot einzig Cod. A.
unb jnwr unmittelbar hinter 1212 (f. 0 . p. 6 ); hoch flammt
er unoerfemtbar ans ben Annales.
— Änno bomini 1280. 2 )iefen Slbfihnitt hot einzig
Cod. A. — 3$gl. Annales 3 . 3- 1282: In Alsatia quartale
frumenti pro libra, et quartale vini pro duobus solidis
vendebatur.
— Unno bomini 1293 i 0 r ; f. 0 . b. STnmerfung
3. 3 . 1261.
Pag. 8. bor9tuerenberg, beruht auf Verwechslung
mit 9)tülborf, wo bie (^tf<heibung$fd)ta<ht am 22 . @ept.
1322 erfolgte.
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— 33 —
Pag. 8 üU git; ogl. Cod. M. : ftl böß. Uebcr (SolmarS
Regierungen gu beiben Königen, f. SDtoßmann, Recherches,
P. 32 ff.
— luol 9 jor, genauer 8 Qaljre.
— 1327 Jor. $f. unb Cod. M. r^ett 1317; iebotf)
geigt ber näcfjftfolgenbc Ufbfdjnitt oon ber 9^omfa^rt f baß ber
(Sljronift 1327 fdjrcibcn wollte. @r wußte offenbar nidjt, baß
bie 1327 unternommene SRomfaßrt wertere roäljrtc,
unb baß ber $aifcr erft im JJrü^ja^v 1330 nad) 2)eutfd)lanb
gnriicffc^vte. @rft nad) biefer SRiicffefjr befudjte Cubrnig (£olmar
am 14. Sluguft 1330; f. Rö^mer, SHcgeften, p. 73 unb 74.
— fdjuttljeffe. 3)iefe Ernennung erfolgte fdjmevtid) fcTon
gur 3eit ber Slnwefenrett be§ Königs in (Solmar, fonbern
moty erft nad) bem 4. Oftober 1331, b. ß. nad) ber IRücf^
berufung ber oerbannten Parteigänger, weld)e auf beS $öntg£
RJunfd) rin erfolgte; f. 2)toßmann, Recherches, p. 42 ff.
2)enn pcter oon ©untrofen, al$ eifriger Slnl)änger CubwigS,
gehörte jebenfaÜS gu ben Rerbaitntcn üom 27. SDtai b. 3. 3)ie
3 ^aßre, wärreitb weldjer er bu8 ©djultreißcnamt befleibete,
liegen alfo gwifdjctt b. 4. Oftober 1331 unb 1335, wo §ergog
Slonrab oon UrSlingcn at$ fein Sfadjfolgcr erfdjeint; f. ba$
@d)ultreißenOergeid)niß, bet üDfoßtnann, Recherches, p 143.
— tet ben f cif er ge ban. 2)ie RannbuÜe oon 1324
tourbc 1329 unb 1330 erneuert; f. Rögner, Steg., p. 21(5,
222 unb 223.
— unb ntarte ber feifer einen roffcftal US ber
fildjen. Rknn biefe 97ad)rid)t bud)ftäbltd) gu nermen ift,
fo fann fte fid) nur auf OitbwtgS Refud) üom 14. Slug. 1330
begieren. 3)a$ Älofter mod)te fcToti feit Sttai b. 3- leer fleren,
b. r. feit bet* 3eit, wo Colmar mit bem ®aifcr fid) auSgcförnt
ratte; f. Sftoßmann, Recherches, p. 38. lieber bie 9^üeffe^r
ber SluSgetriebcnen f. u. g. 3. 1347. — 2)ie ®irdjc bient
iefct al8 Äornrau8.
— 2)e$ f eiben JoreS. 2)iefe Rclagermtg gefd)a^ im
3uli 1330, alfo fttvg oor bem RefncTe bcS ®aifcr3 ; f. Roermer,
SRegeften, p. 253. — 3« $f. unb Cod. M. ift biefer Slbfdjnitt
oerfd)oben hinter ben folgenben g. 3. 1333.
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— 34 —
Pag. 0. 1338 jor, ift nur für bic 3M>«tüerfofgung int
(Slfafc richtig; itt granfen begann fte fcfyon 1338. ©. 3<üj-
BitoburanuS, 2tu£g. b. b. Btyfc, p. 125.
— mit mitten unb mit anbrcn erbren tüitten, ift
erg. aus Codd. A. unb M.
— fint, bgl. Cod. A. : ftenb.
— bte erber tüt in ber ft at guo (Solntar, erg. aus
Cod. A.; §f. unb Cod. M. tjabeit ftatt beffen: alle bi e bon
(Solntar. $>ie erflere Betfton berbient ben Borgug, inbem
nur bie SBorucfjmeren (polenciores) für bie 3uben Partei
nannten; |. BitoburanuS, p. 128.
— mit innen, erg. aus Cod. A.
— grofc botcf, erg. aus Cod. A. BitoburanuS, p. 128
fpridjt im ®egentl)eU nur bon einigen Bermmtbeten auf ©eite
ber (Sotutarer Bürger.
— buobenfünige, erg. aus Cod. A.
— unb martirbarnodjnüme gebot) t. Bgt. Cod. A. :
murbenb nie gebod) guo redjenbe. — Uttfec $ej;t über*
gcl)t I)ier bie gmeite Belagerung bon Sotmar (g. 3- 1338),
roeldje BitobitranuS p. 129 ermähnt; btefe teuere aber ift
gemeint bei Gtofener, taut meldjeut bie Belagerer bie Sftudjt
ergriffen bet ber 9?ad)rid)t, baf? ©trafjburg gegen fte giefje.
3« ber £t)at fdjtoffen bie §erren unb ©täbte beS (SlfaffeS
am 19. 2Rai 1338 gu Solinar ein Bünbnifj guitt ©djufce ber
3ubctt; f. Böfjnter, SRegeften. p. 245.
— 1340 jor. 2)icfe grefjbc gegen ben Bifdjof bon ©trafc
bttrg, gu metdjer ber ®aifer am 29. SCug. 1338 bie SReidjSftäbte
tm (Sliafj gemahnt tjatte, fanb il)r @nbe fd)on mäljrenb öub=
migS 2Iufent!)alt in ©peicr, b. I). im 97ob. 1338; f. 9Rattl)iaS
97coburgenftS, p. 105—108 b. 2lu§g. bon ©tuber, unb Bötjnter,
SRegeften, p. 12G u. 127.
— ber Birfid), corrigirt aus Codd. A. unb 0. ;
§f. u. Cod. M. irrig: bie Birfe. 2)iefe Ueberfdpuemmung
gefdjal) @nbe Dftober 1339; bgl. BitobitranuS, p. 148.
Pag. 10. btint, corrig. aus Cod. M. ; §f.: bereit.
— 2)eS fetben jorcS. $arl IV. mürbe ermäljtt am
11. 3«ti 1348, (SJüntfjer bon ©djmargburg erft am 1. 3<tn. 1349.
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— 35 —
Pag. 10. ge 23eljen, in bev .£>f. u. Cod. M. oerfdjoben
hinter: 3110 9tömfd)em fftnige.
— - ein mo{{c, fehlt in allen $ff. , ift jebod) nothmenbig
gur $erfteünng be$ ridjtigen <§inne£; beim menn ein guber
100 ^Pfnnb galt, fo entfpredjen 00 Pfennige bent greife einer
ättaafe.
— 33 a f e t c v münege; ogl. Cod. A.: fteblcr. ftnb
bie 53a§levbfcnnigc mit bem 33ifd)of^ftabc gemeint. — ßolmar
rcdjnete tfjeitö nad) Söaäler, thci(3 itad) (Straßburger Gütige
big 3. 1370, mo bie (Stabt bag s J0tüiigrcd)t erlangte nnb
fortan eigene Pfennige prägte, nämtid) bie fog. Wappen ;
t. (Strobel, (SJefd)id)te beg (Slfaffeg, 11. p. 391.
— 1352 jo r. giir bag Treffen 00m 20. $>ec. 1351, ift
biefe Q^hrgahl ridjtig, ba bag Qaljr mit Scihnadjtcn begann.
— obe ben 33aben, b. I). bei 5£aetmtl ; oberhalb
23abcn im 2(argau. — 3>gl. Cod. A. : Slnuobo mini 1352
bet beg hev^ogen oolef 001t Ocfterrid) ein gerenne
ob Söabcn im oclbc; gugenb bie 0011 3 ü v i d) miber
t ü nnb ftrittenb Do.
— 3)arno dj in bem neften jore. £>ic grnci $öe*
lagernngcn 3ürid)3 & urd ) 4> ev 3°9 2Ubred)t, im 3uli 1352 nnb
im Süiguft 1354, fdjeiitcn hier in ISine ocrfdpnolgen ; mir an
ber gmeiten nahm Starl IV. Xfjcif.
— 0 orgefdjribenc, nur in £)f.
— mit groffer mad)t, cvg. aitg Cod. A.
— nnb tetenb groffen fdjaben jc. erg. a. Cod. A.
— mol 14 tage; Ogl. Cod. M. : me ban 14 tage.
— 2>arnod) tn bem nehften jore; ogl. Cod. M.:
3n bem f eiben jor 3c nefjft. — Heber biefe *$eft ogl.
Slofencr 311m 3ahrc 1358, in ben (Sfjronifcn ber beutjdjen
(Stabte, VIII, p. 121.
Pag. 11. fiinig Johann cg, in $f. nnb Cod. M. Ocr=
fdjoben hinter : fin fnn.
— nnb oil crflagen. (Statt nnb oil h n b cu £>t- un b
Cod. M.: fünig (Johann cg, mag jebod) feinen (Sinn hat.
5Bon ben 4 Löhnen beg Königs mürbe ber iüngftc gefangen,
aber feiner erfdjlagen.
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— 36 —
Pag. 11. über 3 jor, genauer 4 3al)rc, üom 19. ©ept.
1353 bis @nbe Ott. 13GO.
— ein üicarie beS 9tömifd)eu ridjeS, b. h- 9tcid)S=
üogt im (Slfaß; in Cod. M. entftellt: ein ficnb beS ridjeS.
— 2)eS f eiben joveS, b. h- gu Anfang beS 3. 1304;
f. Königshofen, in b. Sljvonifcn b^ beutfcben ©täbte, IX, p. 8G5.
— in eint clofter erg. aus Cod. A.
— 1366 jor. 3Wit 2TuSnaljme beS SifdjofS üon Bamberg
(f 19. 2)?ai 13G6) ftarben alle ^icr (Genannten gmifdjen bcm
30. 3fMti unb IG. ©ept. 13G5.
— üon SÖircgburg, beruht auf SermechSlung mit
@id)(täbt, beffen Sifdjof am 16. ©ept. 13G5 ftarb.
Pag. 12. 3n bem üorgefcriben jiore. Sgl. Cod M. :
3tem in ben üorgefchribenen joren bo.; Cod. A.:
2)eS fei ben iorS. — Sgl. Königshofen, a. a. D. f p. 771,
über bie ^eft g. «3* 1363: ber merte lange (alfo mol)I bis
1365).
— 136 7 Jor, ift richtig für bie nad)fo(genbe ©djlacht
bei ©nbingen. 2>aS greiburger Schloß h* n 9 e 9 eu mürbe fchon
im grühiahr 1366 gcrftört; f. 9)?attf)iaS 97eoburgenftS, p. 214
ber Ausgabe üon ©tubcr.
— baruf; Cod. A.: uf baS felbe jtrom.
— ber bezöge üon (Selre erflagen; ügl. Cod. 0.:
erfchoffen in einem ftrptt. #ergog (Sbuarb üon (Melbern
tämpfte bei SäSmeiler auf ©eite beS §ergogS üon 3ülich,
feines ©djmagerS, unb fiel burch einen ^fcilfdjufj; f. baS
Chronicon Belgicum magnum, bei Pistorius, Scriplores
rer. German. III, p. 339.
— 2)eS f eiben joreS, b. h* 1372; f. Siblin, Chro-
nique, p. 289.
Pag. 13. bie groffen m aff er. £f. u. Codd. M. u. 0.
haben: großen; bocb fcheint ber 97ad)fafc eher größten gu
erforbern.
— 2)eS felben joreS. $f.: tageS, aber Codd. M.
unb 0.: joreS. — §ergog tfeopolb üon Defterreich, gu beffen
Seftfcungen Seifort gehörte, mar barnalS üerbünbet mit $o*
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37 —
f)«m oon Vienne, bem S3ifd)of bon 33afcl, ber bis ginn 3uni
1375 fomoljl mit bcr (Stabt 33afel als mit bcm ®rafeu bon
Monlbeliard in geljbe lebte; f. Trouillat, Monumemts, IV,
p. 342, 739 u. 742. (SS bleibt bafjer ungemifj, bon wem
33clfort erobert mürbe.
Pag. 13. unber 23 er cf in (23erg!jcim), erg. aus Cod. A.
— aSborflot, erg. au« Cod. A. — Sicfye oben guut
3al)re 1365.
— 3 tage. £f.: XIV, Cod. M. : XIII, Cod A.: VIII.
Pag. 14. am gargen, erg. aus Cod. A.
— an bem 4. tage. $f. u. Cod. M.: XV (entflctft
ans IV). 33gl. Slbalbert 9D?ct)er im Cod. D II 1 beS 23aSlcr
$ird)enard)ibS, fol. 14: am III. tag.
— unb mart bie iniffcljcUunge *c. 33gl. bic ältere
Stcbaftion in Cod. M. : unb. mert bie miffefyellung nod),
baS t fl 1403 ior.
— 1415 ior, begieljt fid) auf bie Slbfefcung ber 3 ^ßäpfte
burdj baS (Eoncil gu Äonftang; f. u. g. 1415.
— mart ein groffe ploge, b. f). ber @t. 23eitstang,
ber am Sifjeine 1374 gunt erfien Sftalc fidj geigte; f. ©trobel,
($efd)id)tc beS ©IfaffcS , III, p. 185. (Sine Stadjridjt aus
uitbefannter Duelle, bie ftd) bei Slppenmiler 23latt 165 finbet,
ermähnt biefe thanfljeit g. 1379.
— 72 mcnfdjen; bgl. Codd. M. unb 0.: 72 buren.
— bor f an t UolridjeS tag, irrig für: nod) f. U. t.
— unb barnod) in bem furner, alfo im (Sommer 1387;
bgt. ben nädjfifolgenben Slbfdjnitt, laut meinem ber Söeiu
noch im 3uni 1387 billig mar.
— 12 gütterliu, nur in §f.: bgl. Cod. M. : gmet)
güttcrlin.
Pag. 15. an bem menbage, fotlte cl)er Reißen: an bem
funbage, b. Ij. am 23. Slug. 1388.
— 3n bem felben ftrit :c., erg. aus Codd. 0. u. A.
bon bem 9iid), erg. aus Cod. 0.; bgl. Cod. A. :
uff bcr ft et t eit fitten.
•WKiM
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— 38 —
Pag 16. unb befielt grofc (Sberljart, erg. aus
Cod. 0.; og(. Cod. A.: ber üatter behuob.
— öor ber (lat, erg. au§ Cod. A. — lieber biefe JJe^be
unb tljre llrfadje, f. Königshofen, p. 680 — 635.
— 23orfcbouut, 23orftboi oott ©minar, ein 23öf)me, mar
uon König Söengcl 311m 9teid)Süogt in ©djmaben unb (Stfaß
ernannt; f. Schoeptlin, Alsalia illustr., V, p. 559.
— tebeub fuft groffen fchaben, erg. aus Cod. A.
— utnb 60 tu (eng gtl t bin. 2$gl. Königshofen, p. 695:
32 tufeitb gülben. $>er griebenSfchluß, ber mit biefer 3al)tung
erlauft mürbe, erfolgte im gebruar 1393.
— guo fant 23artholuteuS tag. 2)iefeS 2)atnm ftimmt
nur gunt SluSbrndje beS Krieges ((Sitbe Slug. 1392) ; f. Königs^
hofeit, p. 685. ©oU es ftd) aber auf beit oben crgäljttcn Singriff
auf bie ©tabt begiefjen, fo beruht cS auf 23ermed)Sluttg mit
„Mauritius tag" (22. ©c^ternbet*); f. Königshofen, p. 688.
Pag. 10. niit benit ben armen ntünchehof. — benn
fehlt in f>(. u. Cod. M. ; ogl. aber ©cheerer’S SlnSgug: nichts
benn ben armen ntünd)Shoff. (Sin Xhcit beS ©täbtd)enS
©cmar lag außerhalb ber Ringmauer; f. Schcepflin, Alsalia
illuslr., IV, p. 265. — lieber biefen 3 l, 9 f- Königshofen,
p. 789.
— 2$on einte 9töntfdjen fiinig. 2$gl. bie Ueberfd)rift
in Cod. M.: 2$ott ben gmeiit 9töntfd)cn fünigen.
— uf (ante S3artholmeuS tag; genauer freitags not*
biefem $age, b. h- out 20. Slug. 1400.
— unb mart fiinig SöeitcgclauS :c. , erg. aus
Cod. 0. $n Cod. M. fdjließt hie* ber Xcp ber (Solutarer
(Sljronif, unb folgt auf 231. 5 bie in ©töbcr’S Alsalia 1874,
p. 236 ff. gebrudte Stotig üoit ben 4 ©äuten beS 9tömifd)en
9teid)eS tc. — hierher, b. h- gmifdjeit SÖettgelS Slbfe^uitg unb
ben Ueberfatl non ©cmar, gehört nod) folgenbe Stotig aus
Cod. A., bie ftd) guglcid) attd) bei (Stterlin fiubet:
$famcnfrcanfe.
Slnr.o bomini 1400 letarc bis oftertt erfcheitt am
hintel (gegen ttibergaitg bet* funtten) ein (lernen als
ein pfamenfmattfc h°d) nfgeridjtet, bett menglid)
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— 39 —
obcnb unb morgen fad), (es ootgtent nit t> 1 1 guoter
jor.) — DaS (Singcftammerte ift ergängt aus (Stterlin.
Pag. 10 . Do man gatte 1402 jor. £>f.: 1404, aber
Werter richtiger : 1402; f. Code hislorique et diplomatique
de Strasbourg, 53b. II, p. 45.
— Unb ber fetbe fterne roaS atfo. Die Urfd^rift beS
33erfafferS entwert atfo tjier eine Slbbitbung.
— Do man gälte 1403 jor. Diefen 2lbfd)nitt, atS beit
testen ber alten Qfjronif, paben nur Codd. A. unb 0., unb
gtoar beibc mit ber irrigen 3aljrgal)t 1402. Caut amttidjen
2tufgeid)nungen im ©taatSard)it> in 53afcl gefd)at) biefer 3 U 9
im 2(prit 1403.
— Do man gatte 1406 jor. §f.: 1407, aber 53erter
richtiger: 1406; f. Code liistorique II, p. 45.
Pag. 17. üot* 3Jtecge. £>f. t)at 2ftencge, atfo 9Maing;
bod) ift {ebenfalls bie getjbe gegen gemeint, rneldje ben
Sinter 1405/6 fjiuburd) mätjrte, unb bei metdjer ber 53ifd)of
non @traßburg beteiligt mar. Strobet, (5$efcf)id)te beS
(StfaffcS, III, p. 83.
— guofant (Satten tag, beruht auf 53ermed)Stung oon
„(SaUi" (16. Dft.) intt «QuaLuor coronatorum » (8. 97oo.),
beut nnrftidjcn Dage ber Krönung (SigntunbS.
Pag. 18. me men ne 14 jor, b. I). fdjon Dor 53eginn beS
3al)rt}unbert$. Der JJortfefcer oergißt f)icr, baß bie atte Sfjronif
ben Stnfang ber ^ircfyenfpattung g. 1377 auSbrucfliri)
ermähnt.
— an bem ftitten fritage. DiefeS Datum (29. SDMrg)
begießt ftc^ nid)t auf bie gtud)t beS ^apfteS aus ®onftang
(20. 2Jiärg), fonbern auf feine Stnfuuft in Saufenbitrg.
— gmene t)eibcnfd)e f üit i g e, b. t). ber (Sroßfürft t>on
Litauen unb ber gricd)ifd)e Äaifer, metd) teuerer atS <Sd)iS*
matifer l)ier gu ben $eiben gegäptt wirb. Dicfc (Sefanbtfdjaften
famen übrigens erft im Oft. 1415 unb 2J?ärg 1416.
Pag. 20. it nege an bie (Sfdje. (Singig baS (Stfdjtanb,
b. I). Dirot, !)utbigte bem Könige nid)t.
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— 40 —
Pag. 20. Unb alfo mart cv angeleit. 2)iefe§ unb alles
Jolgenbe bejieljt ftd) auf §uffen8 SSerurkeilung ttnb §im
ricf)tnng, am 6. Quli 1415.
Pag. 21. in ein infei beS mereS, b. f). nad) ^ßenuiScola,
an ber Dftfüfte üon (Spanien.
— umb bie lieljtmeffc unb boüor, be$ieljt fic^ nidjt
auf bie Slbfenbitng ber Eefanbtfdjaft üon ftonfianj, fonbcnt
auf iljre Slnfunft auf ^cnniScofa. 2)ie fd)riftlid)e SSorlabung. bie
bem ^apfle Ijier ptgefleUt mürbe, mar batirt ü. 28. Woü. 1416.
— guo beut bobefl gen Stfijon, füllte Reißen: ^Pen*
niScola.
Pag 22. fünf nacaioneS, in §f. entfteüt : fünf
lecgioneS. 2)ie Wlitglieber beS EoncilS maren eingekeilt
in 5 Wationen, nämlid) in bie beutfdje, fran^öfifke, italienifdje,
fpanifdje unb englifdje. Stußer ben ftarbinalcn maren im
Eoitclaoe aus jeher Wation ttod) 6 Prälaten.
— üonber©ülen,b. I). Eolonna.
— an fant Eec$ilien obent. Stuf biefen £ag mar $u
^onftanj bie Krönung beS ^ßapftc^ angefefct, unb be$l)alb an
anbem Orten glcid^citig bie feierlidje 33erfünbung feiner 2Baf)l.
— le de um, in §f. entflettt : et doum.
Pag. 23. $n bem jore bo man galt 1421 jor. Sille
Ijier folgenben Wadjridjten $u biefem 3aljre gehören eigentlich
hinter 331. 39 v ; f. o. bie Einleitung.
Pag. 24. 3fn bem jo re bo man jalt 1418 jor.
2)ic Wad)rid)teu ju biefem ftaljre gehören eigentlid), gleid) ben
oorljergetjenben oon 1421, hinter 231. 39 v ; f. o. bie Einleitung.
— mol 30 Reiben, b. I). 3i0c»ner. lieber tfjre fpäteren
S3efud)e in Eolmar, oon 1442, 1444 unb 1450, f. Sftofjntann,
Notes et Docuraents tir6s des arcliives de la ville de
Colmar.
— fturbent me menne 20 ljunbert. 20 mahrfdjein*
lid) entflellt au$: 2 Rimbert, lieber bie SSerbrettung biefer
$eft in ©tvafkurg i. $. 1419 f. (Strobel 11 1, p. 186.
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— 41 —
Pag. 24. $n bem jore bo man gatte 1414 jor.
SltteS gotgenbe, bis itnb mit b. 3?. 1417, gehört unmittelbar
hinter baS (£nbe beS (SoncitS, b. b- hinter ©!• 35. — lieber
biefe @eucf)e oon 1414 f. @trobet, p. 184.
Pag. 26 Qn bem jore bo man gatte 1416 jor. Siefer
Slbfdjnitt Don ber ftubenoerfotgung ift in ber £>f. wieberbott
auf 8latt 43 v ; im £ej:te fotgen mir biefer gweiten, etwas
genaueren föebaftion.
— boerftoerbrant. 8gl. 8t. 38: bo nod) irem
tobe oerbrant.
— Sarnod) wirbcnt bie gehangen :c. Siefer @d)tuß*
fafc tautet 8t. 38: Sarumb wart ber oon $Rid)enwiter
ettewie meniger geoangcn, unb wirbent in bie föpfe
abegcfdjtagen oon ber 3uben wegen.
— 12 f. ©troSburger. @traßburg ^attc feit 1397
gemüngte (Schillinge, ©rofctjen genannt. ©in fotdjer ÖJrofcben
galt annäbernb fobiet atS 12 ©otmarer Pfennige ober SRappen.
Pag 20. febSbercgogenifl ridjtig für bie @d)tad)t
bei Stgincourt; me wenne ift irrig.
— 3n bem jore bo man gatte 1417 jor, aljt
tage n o d) f ü n g i b t e n. Sie ftabrgabt ift in ber $f. entftettt
in 1415. 2lud) baS Saturn ift ungenau; benn ber 8ranb
gefd)ab nid)t am 1., fonbern am 5. $uli. — ßttnfdjen biefen
unb ben folgenben 2lbfd)nitt geboren bie 97ad)rid)ten oon 1418
unb 1421, auf 8t. 35 — 37.
— baSwattwaffer, erg. aus 8ertcr; f. Gode histo-
rique, 11, p. 46.
Pag. 27 unb fleifd), erg. aus Sdjeerer’S StuSgug, wo
übrigens bie greife burcb SMßoerftänbniß entftettt ftnb.
— 3n bem jore bo man gatte 1423 jor. Siefer
5lbfd)nitt oon §obcrtgoÜern ift tu ber $f. wteberbott auf
8t. 43. 2öaS im Sejrte eingeflammert ift, fe^tt auf 8t. 42.
— oon gwei unb fibengig, fdjeint entftettt aus : 22,
b. b- LXXIl ftatt: XXII. <S. Statin, 83irtemberg. ©efdjidjte,
111, p. 423 i. b. 9lnm.
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Pag. 27. 3n bem f eiben jore, begießt ftd) auf ben
am 30. 3itU 1423 erfolgten Beitritt beS ^pfalggrafen ßubwig gu
bern fünfjährigen 53ünbntß öom 3. Oftober 1422, wet^eS bie
10 IReid)55ftäbte im (Slfafc mit Strasburg, ©afet unb ben
breiSgauifdjcn (Stabten gur Saljrung be$ CanbfriebenS ge«
fdjloffen hatten.
— SWülberg, bei Karlsruhe. 2)ie ^Belagerung biefeS
(SdjloffeS führte nicht gu feiner (Eroberung, wohl aber gurn
SfriebenSfchlug öom 3. 3uü 1424.
Pag. 28 fant Martins tag, genauer: fant üftartin#
ob ent (10. Noü.)
— üerbranttent bie (lat. 3n &f. folgen h* cr au f
531. 43 unb 44 bie Sieberhohingen ber fdjon auf 53(att 38
unb 42 enthaltenen Nachrichten üon 1416 unb 1423 (Neichen«
weiter unb £ohengoUern), unb ferner gwei Sfbfchnitte g. 3* 1424,
über «Dtiggeburten tc., welche wegen il)re$ obfcönen 3nhalte8
hier übergangen werben.
— 2)o man gälte 1426 jor. #f.: 1424; aber fowohl
SBerler als (Sdjeerer: 1426.
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